Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.02.2016

16:25 Uhr

Brexit-Option

HSBC könnte 1000 Banker nach Paris schicken

Sollte Großbritannien aus der EU austreten, wäre die Bank HSBC bereit, bis zu 1000 Banker von London in die französische Hauptstadt zu schicken. Was Konzernchef Stuart Gulliver Premierminister David Cameron rät.

5000 Stellen gibt es im HSBC-Geschäftsbereich Global Banking und Markets. 1000 dieser Arbeitsplätze könnten bei einem möglichen Brexit nach Frankreich verlegt werden. Reuters

HSBC-Zentrale in London

5000 Stellen gibt es im HSBC-Geschäftsbereich Global Banking und Markets. 1000 dieser Arbeitsplätze könnten bei einem möglichen Brexit nach Frankreich verlegt werden.

LondonNach den Worten von Stuart Gulliver, dem Konzernchef von HSBC Holdings Plc, würde die Bank im Fall eines britischen Austritts aus der Europäischen Union voraussichtlich etwa 1000 Stellen aus der Investmentbank nach Paris verlegen. Die Ankündigung gibt einen ungewöhnlich detaillierten Einblick in die Eventualplanungen eines Unternehmens für den sogenannten „Brexit“.

Einige der 5000 Stellen aus dem Geschäftsbereich Global Banking and Markets würden nach Paris abwandern, sagte Gulliver in einem Telefoninterview am Montag. Sollte in einem Referendum der Austritt Großbritanniens beschlossen werden, so sei mit „erheblichen Auswirkungen“ auf die Investmentbank zu rechnen, während die Verbraucherbank nicht betroffen wäre, sagte er.

„Es liegt im wirtschaftlichen Interesse Großbritanniens, innerhalb einer reformierten EU zu bleiben,“ sagte Gulliver. Auf ein etwaiges Votum für den Austritt würde eine Periode großer Ungewissheit folgen, bis die Märkte verstünden, zu welchen Bedingungen sich ein ausgehandelter Austritt vollziehe.

Am Sonntag hatte das Führungsgremium der größten Bank Europas sich einstimmig dagegen entschieden, den Firmensitz nach Asien zu verlegen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×