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07.05.2013

15:52 Uhr

Britische Bank

HSBC verdoppelt Gewinn nahezu

Nach den zahlreichen Negativ-Schlagzeilen gibt es gute Nachrichten von der britischen Großbank HSBC: Beim Gewinn legte das Institut deutlich zu. Die Anleger freuten sich.

Die drastischen Kürzungen haben sich offenbar ausgezahlt: Die Großbank HSBC konnte ihren Gewinn im ersten Quartal deutlich steigern. dpa

Die drastischen Kürzungen haben sich offenbar ausgezahlt: Die Großbank HSBC konnte ihren Gewinn im ersten Quartal deutlich steigern.

LondonEuropas größte Bank HSBC trotzt dank Einsparungen der Finanz- und Schuldenkrise und kann bereits wieder mit einem Gewinnsprung glänzen. Das Geldhaus profitiert auch davon, anders als viele Rivalen in Deutschland, Frankreich oder Italien in Asien einen starkes zweites Standbein zu haben. Etwa zwei Drittel des Ergebnisses stammen aus den Wachstumsländern Asiens. Im ersten Quartal 2013 verdiente HSBC vor Steuern satte 8,43 Milliarden Dollar, fast doppelt soviel wie im Jahr zuvor. Damit wurden die Belastungsfaktoren für die Branche wie strengere Kapitalvorschriften und ein Berg fauler Kredite im Zuge der Rezession in vielen Ländern mehr als ausgeglichen. "Wir bewegen uns wieder Richtung ruhigerem Fahrwasser", sagte Bankchef Stuart Gulliver. Trotzdem gebe es noch einige Herausforderungen.

Die Quartalszahlen, die besser als von Analysten erwartet ausfielen, unterstreichen die starke Stellung von HSBC im globalen Wettbewerb. An der Londoner Börse verteuerten sich die Aktien des Unternehmens daraufhin um 2,7 Prozent und kletterten zeitweise auf den höchsten Stand seit Mitte März. Analysten sagten, HSBC stelle unter Beweis, auch in schwierigen Zeiten Geld verdienen zu können. Dadurch könnte die Dividende für dieses Jahr deutlich angehoben werden.

HSBC hat schneller und aggressiver als manch anderer Wettbewerber auf die Branchenkrise reagiert. 40.000 Stellen wurden bereits gestrichen, zahlreiche Aktivitäten geschlossen oder abgestoßen. Weitere 6000 Jobs dürften in Bereichen wegfallen, die bereits zum Verkauf gestellt wurden. Gulliver wollte sich nicht dazu äußern, ob er am 15. Mai zusätzliche Einsparungen bekanntgeben will. An dem Tag will er Investoren über die Geschäftslage und die Perspektiven informieren.

Gulliver baut die Bank seit Jahren um, was sich nun auszahlt. Die aus Problem-Krediten entstehenden Verluste halbierten sich auf 1,2 Milliarden Dollar. Das ist das niedrigste Niveau seit Ausbruch der Finanzkrise. In allen Regionen habe es Verbesserungen gegeben, besonders in den USA, hieß es. Dort wird das Konsumentenkreditgeschäft abgewickelt.

Die Kosten des Konzerns fielen zudem um zehn Prozent. HSBC teilte mit, im Rahmen der 2011 eingeleiteten Restrukturierung würden mittlerweile jährliche Einsparungen von vier Milliarden Dollar angepeilt - deutlich mehr als bislang angestrebt.

Vergangenes Jahr hatten noch zahlreiche Sonderlasten auf den Gewinn gedrückt, darunter die Neubewertung der eigenen Schulden, ein kostspieliger Geldwäsche-Skandal in den USA sowie die Entschädigung von Kunden in Großbritannien wegen des Vertriebs fragwürdiger Produkte.

Von

rtr

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