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06.08.2013

14:25 Uhr

Britische Bank

Probleme in Südkorea setzen Standard Chartered zu

Die Konjunkturabkühlung in vielen Schwellenländer und eine milliardenschwere Abschreibung auf Geschäfte in Südkorea drücken die Stimmung bei Standard Chartered. Das spiegelt sich auch an der Börse in London wieder.

Das Halbjahresergebnis kann sich nicht gerade sehen lassen. Einen Gewinnrückgang von 16% musste CEO Jaspal Bindra (r.) verkünden. AFP

Das Halbjahresergebnis kann sich nicht gerade sehen lassen. Einen Gewinnrückgang von 16% musste CEO Jaspal Bindra (r.) verkünden.

LondonEine milliardenschwere Abschreibung auf die Geschäfte in Südkorea hat der Großbank Standard Chartered das erste Halbjahr verdorben. Der Vorsteuergewinn fiel um 16 Prozent auf umgerechnet knapp 2,5 Milliarden Euro, wie das auf Asien spezialisierte Geldhaus am Dienstag mitteilte.

Wegen der Konjunkturabkühlung in vielen Schwellenländern wird der HSBC-Rivale sein sonst übliches Ziel verfehlen, die Einnahmen im Gesamtjahr um zehn Prozent zu steigern, wie StanChart zudem bekräftigte. Das Institut macht 90 Prozent seiner Gewinne in Asien, Afrika und dem Nahen Osten, ist jedoch an der Börse in London gelistet. HSBC hat auf den Gegenwind mit einem harten Sparkurs reagiert und den Halbjahresgewinn vor Steuern deutlich auf 14,1 Milliarden Dollar ausgeweitet.

StanChart betonte, Korea bleibe der schwierigste Markt. Nach der Abschreibung im Volumen von einer Milliarde Dollar könnte es im zweiten Halbjahr neue Belastungen wegen fauler Kredite geben. 2005 hatte das Geldhaus in Südkorea für 3,3 Milliarden Dollar die First Bank gekauft – es war die größte Übernahme insgesamt. Seitdem gibt es dort Probleme.

An der Börse in London verteuerten sich StanChart-Aktien um mehr als drei Prozent. Börsianer sagten, das Papier habe sich zuletzt vergleichsweise schlecht geschlagen und erhole sich nun. Zudem seien die Wachstumsperspektiven in Afrika und Indien sehr gut.

Von

rtr

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