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27.02.2014

09:16 Uhr

Britische Bank

RBS zahlt Boni trotz Milliardenverlust

Die Royal Bank of Scotland hat erneut einen Milliarden-Verlust gemacht. Unternehmenschef McEwan will die Kosten weiter drücken. Bei den Boni der Top-Banker geht er dabei nur behutsam vor.

Royal Bank of Scotland in London: Zu bürokratisch. ap

Royal Bank of Scotland in London: Zu bürokratisch.

LondonDie Royal Bank of Scotland (RBS) will nach einem neuerlichen Milliarden-Verlust die Kosten massiv senken und sich wesentlich stärker auf Großbritannien konzentrieren. Operativ habe das Minus 2013 bei 8,2 Milliarden Pfund gelegen, umgerechnet rund zehn Milliarden Euro, teilte das von der britischen Regierung kontrollierte Geldhaus am Donnerstag mit. Verantwortlich dafür waren unter anderem Sonderlasten für den seit Jahren laufenden Umbau des Instituts. Die Kosten sollen nun in den nächsten vier Jahren um fünf Milliarden Pfund gedrückt werden. Die Bank sei zu bürokratisch, sagte der neue Firmenchef Ross McEwan.

RBS wurde in der Finanzkrise mit Steuergeldern von umgerechnet 55 Milliarden Euro vor dem Zusammenbruch bewahrt. Seitdem kontrolliert die Regierung 81 Prozent der Anteile. Das Geldhaus hat bislang in jedem Jahr seit der Rettung 2008 rote Zahlen geschrieben.

Größte Banken der Welt (nach Bilanzsumme)

Platz 11

Deutsche Bank
Deutschland
1955 Milliarden Euro

Stand: Ende Juni 2015. Quelle: Bloomberg.

Platz 10

Barclays
Großbritannien
1960 Milliarden Euro

Platz 9

Bank of America
USA
1998 Milliarden Euro

Platz 8

BNP Paribas
Frankreich
2078 Milliarden Euro

Platz 7

Mitsubishi UFJ
Japan
2224 Milliarden Euro

Platz 6

JP Morgan Chase
USA
2402 Milliarden Euro

Platz 5

Bank of China
China
2408 Milliarden Euro

Platz 4

HSBC
Großbritannien
2489 Milliarden Euro

Platz 3

Agricultural Bank of China
China
2531Milliarden Euro

Platz 2

China Construction Bank
China
2627 Milliarden Euro

Platz 1

Industrial and Commercial Bank of China (ICBC)
China
3216 Milliarden Euro

Trotz der erneut schwachen Zahlen will RBS für 2013 an seine Top-Banker Boni in Höhe von 576 Millionen Pfund ausschütten. Das sind 15 Prozent weniger als im Jahr zuvor. McEwan sagte, es müsse eine „faire“ Bezahlung der Investmentbanker geben. Politiker hatten die Sondervergütungen schon im Vorfeld der Bilanzveröffentlichung scharf kritisiert. Denn anders als etwa bei der ebenfalls staatlich gestützten Lloyds -Bank sind die Fortschritte bei der RBS bescheiden. Während die Regierung bei Lloyds vermutlich dieses Jahr wieder aussteigen kann, ist dies bei der RBS Insidern zufolge noch auf Jahre nicht geplant.

RBS soll sich künftig stärker auf Privat- und Firmenkunden im Heimatmarkt konzentrieren. Gestutzt wird stattdessen das riskantere Investmentbanking sowie zahlreiche Aktivitäten im Ausland.

Von

rtr

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