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02.03.2011

10:04 Uhr

Britische Bank

Standard Chartered schwimmt auf Asien-Welle

Dank des boomenden Asien-Geschäfts befindet sich die britische Großbank Standard Chartered weiterhin auf Rekordkurs. Getrübt wird die Freude lediglich durch die zunehmende Fragmentierung bei der Bankenregulierung.

Standard-Chartered-Gebäude in Hongkong: Die Wurzeln der Bank gehen in das Jahr 1853 zurück. Quelle: ap

Standard-Chartered-Gebäude in Hongkong: Die Wurzeln der Bank gehen in das Jahr 1853 zurück.

Hongkong/LondonDie Großbank Standard Chartered bleibt auf Rekordjagd. Wegen des florierenden Asien-Geschäfts kletterte der Vorsteuergewinn im vergangenen Jahr um 19 Prozent auf 6,12 Milliarden Dollar. Dass teilte die auf Asien spezialisierte Großbank mit Sitz in London am Mittwoch mit. Der und HSBC-Rivale steigerte damit das achte Jahr in Folge sein Ergebnis auf einen Spitzenwert. Erstmals kam 2010 mit mehr als einer Milliarde Dollar aus Indien der größte Beitrag zum Gewinn. Das aufstrebende Schwellenland löste damit Hongkong ab.

Als Gefahr für die Geschäftsentwicklung bezeichnete Standard Chartered eine zunehmende Fragmentierung bei der Bankenregulierung. Die Koordination in diesem Bereich scheine immer weiter abzunehmen, kritisierte die Bank. Auch schätzt sie die weltweite Wirtschaftserholung in diesem Jahr „relativ zurückhaltend“ ein.

Die Wurzeln von Standard Chartered gehen in das Jahr 1853 zurück. Die Bank widmete sich vor allem der Finanzierung des Handels zwischen Europa, Asien und Afrika. Dieses Geschäft bleibt neben dem Investmentbanking bis heute der wichtigste Wachstumstreiber. Mehr als vier Fünftel der Gewinne macht die Bank traditionell in Asien und anderen Schwellenländer-Regionen.

Von einem regelrechten „Krieg um Talente“ sprach Firmenchef Peter Sands in den heiß gelaufenen asiatischen Märkten. 2010 stellte die Bank weltweit etwa 7000 Mitarbeiter ein - ein Anstieg um neun Prozent auf 85.000. In diesem Jahr sollen weitere 1000 folgen. Die Bemühungen, Spitzenpersonal zu halten und einzustellen, schlugen sich auch in den Kosten nieder: Diese kletterten um 13 Prozent und damit stärker als die Einnahmen, die um sechs Prozent zulegten.

Von

rtr

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