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08.05.2014

11:00 Uhr

Britische Großbank

Barclays baut um

VonKatharina Slodczyk

Die britische Großbank Barclays will noch mehr Stellen streichen als bisher geplant. Vor allem die Investmentsparte ist betroffen. Unternehmenschef Antony Jenkins will zudem eine Abwicklungseinheit schaffen.

Ein Schild von Barclays in London: Insgesamt 14.000 Arbeitsplätzen sollen in diesem Jahr abgebaut werden. AFP

Ein Schild von Barclays in London: Insgesamt 14.000 Arbeitsplätzen sollen in diesem Jahr abgebaut werden.

LondonDrei Jahre ist es her, dass Analysten der britischen Großbank Barclays die Gründung einer Abwicklungseinheit vorgeschlagen haben, um Altlasten loszuwerden. Die damalige Führungsspitze hat diesen Vorschlag damals rundweg abgelehnt.

Antony Jenkins, seit Sommer 2012 Chef von Barclays, hat diese Idee jetzt doch aufgegriffen und will eine sogenannte Bad Bank auf den Weg bringen. Risikogewichtete Vermögenswerte im Volumen von 115 Milliarden Pfund will er dorthin auslagern, wie er am Donnerstag ankündigte.

Den größten Teil werden Bereiche der Investmentsparte ausmachen, die deutlich geschrumpft werden soll. So will sich die Bank beispielsweise aus Teilen des Rohstoffhandelsgeschäfts zurückziehen. Insgesamt sollen im Investmentbanking 7000 der rund 26.000 Stellen gestrichen werden.

Weltweit größte Investmentbanken im Anleihehandel (2013)

Deutsche Bank

2013: Platz 1 / 10,0 Prozent Marktanteil
2012: Platz 1 / 10,7 Prozent Marktanteil
2011: Platz 2 / 10,8 Prozent Marktanteil
Quelle für alle Daten: Greenwich Associates

Barclays

2013: Platz 2 / 9,2 Prozent Marktanteil
2012: Platz 2 / 9,8 Prozent Marktanteil
2011: Platz 1 / 10,9 Prozent Marktanteil

JP Morgan

2013: Platz 2 / 9,2 Prozent Marktanteil
2012: Platz 3 / 8,8 Prozent Marktanteil
2011: Platz 3 / 9,7 Prozent Marktanteil

Citigroup

2013: Platz 4 / 8,9 Prozent Marktanteil
2012: Platz 4 / 8,1 Prozent Marktanteil
2011: Platz 4 / 8,5 Prozent Marktanteil

Für die gesamte Bank sieht der neue Plan von Jenkins den Abbau von insgesamt 14.000 Arbeitsplätzen in diesem Jahr vor, davon 2000 in der Investmentbanksparte. Weitere 7000 Jobs sollen bis 2016 in diesem Segment wegfallen. Barclays beschäftigt weltweit knapp 140.000 Menschen.

Die Kosten für den Umbau erhöhen sich jetzt um 800 Millionen Pfund. Bereits im Februar 2013 hat Jenkins sein erstes Transformationsprogramm als Barclays-Chef verkündet und ist dabei von 2,7 Milliarden Pfund an Kosten ausgegangen.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

09.05.2014, 09:33 Uhr


Kein Leitartikel zur Thematik ?.

Wohl keine peanuts....

Mann o Mann.... HB , wohin driftest Du als Deutsche Wirtschaftszeitung.

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