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23.02.2017

11:57 Uhr

Britische Großbank

Barclays-Umbau nähert sich dem Ende

Die britische Großbank Barclays kehrt unter dem Strich in die schwarzen Zahlen zurück und stärkt ihre Kapitalausstattung. Der Konzernumbau steht derweil kurz vor seinem Abschluss. Doch die Pläne sind weiter ehrgeizig.

Barclays-Chef Staley will den Umbau Mitte des Jahres abschließen. Reuters, Sascha Rheker

Enger Zeitplan

Barclays-Chef Staley will den Umbau Mitte des Jahres abschließen.

LondonSteigende Umsätze im Investmentbankgeschäft und niedrigere Ausgaben für Rechtsstreitigkeiten sowie alte Fehltritte haben Barclays zu schwarzen Zahlen verholfen. Der Gewinn unter dem Strich lag im vergangenen Jahr bei 1,6 Milliarden Pfund (umgerechnet 1,2 Milliarden Euro) – nach einem Verlust von 394 Millionen Pfund im Vorjahr, wie die britische Großbank am Donnerstag mitteilte.

Angesichts dieses Rückenwinds will Barclays-Chef Jes Staley, der den Posten vor gut einem Jahr übernommen hat, den Umbau der Bank Mitte des Jahres beenden und damit ein halbes Jahr eher als ursprünglich geplant. „Wir sind jetzt nur noch Monate davon entfernt, die Restrukturierung der Bank abzuschließen“, sagte er, und die nicht zum Kerngeschäft gehörende Einheit abzuwickeln. „Wir sind optimistischer als zuvor, was unsere Aussichten für 2017 und darüber hinaus angeht“, so Staley weiter.

Die größten Banken Europas (nach Börsenwert)

Platz 22

Deutsche Bank

Deutschland

23,8 Milliarden Euro

Quelle: Bloomberg / Stand: 13.12.2016

Platz 10

BBVA

Spanien

41,8 Milliarden Euro

Platz 9

Nordea Bank

Dänemark

42,6 Milliarden Euro

Platz 8

Barclays

Großbritannien

46,1 Milliarden Euro

Platz 7

Lloyds Bank

Großbritannien

52,3 Milliarden Euro

Platz 6

ING

Niederlande

52,9 Milliarden Euro

Platz 5

Sberbank

Russland

58,3 Milliarden Euro

Platz 4

UBS

Schweiz

60,2 Milliarden Euro

Platz 3

Banco Santander

Spanien

71,3 Milliarden Euro

Platz 2

BNP Paribas

Frankreich

73,8 Milliarden Euro

Platz 1

HSBC

Großbritannien

154,7 Milliarden Euro

Der Barclays-Chef hatte sich Forderungen, die Investmentbanksparte stärker zu stutzen, widersetzt. Davon hat die Bank im vergangenen Jahr profitiert. Doch im vierten Quartal blieb das Handelsgeschäft mit Anleihen und Währungen hinter den Erwartungen zurück. Die Umsätze in dem Bereich sind zwar um ein Drittel gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen, aber die großen US-Konkurrenten haben stärker zugelegt und Analysten hatten daher auch bei Barclays mehr erwartet.

Statt das Investmentbanking zu verkleinern, hat sich Staley für einen Rückzug aus Afrika entschieden. Er möchte sich stärker auf die Heimat Großbritannien und die USA konzentrieren. Er hat zudem die Dividende in etwa halbiert. Ob und wann die Gewinnausschüttung an die Aktionäre wieder steigen wird, dazu wollte er sich am Donnerstag nicht äußern. Es sei noch zu früh dafür.

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Die britische Lloyds-Bank erwägt offenbar, ihre Filiale in Berlin zu einer Art Europazentrale umzubauen. Der Aufwand sei überschaubar, sagt ein Insider. Allzu viele neue Jobs dürften aber wohl nicht entstehen.

Zunächst hat die Bank die gute Gewinnentwicklung genutzt, um ihre Kapitalpolster auszubauen. Die harte Eigenkapitalquote ist von 11,6 Prozent im dritten Quartal 2016 auf 12,4 Prozent am Ende des Jahres gestiegen. Analysten hatten weniger erwartet.

Die Überraschungen haben dem Aktienkurs auf die Sprünge geholfen. Die Titel legten zwischenzeitlich um mehr als drei Prozent auf etwas mehr als 242 Pence zu und erreichten ihren höchsten Stand seit Oktober 2015. Der Kurs ist aber noch weit von dem Ziel entfernt, das Barclays-Verwaltungsratschef John McFarlane Mitte 2015 ausgegeben hatte. Er versprach eine Verdoppelung innerhalb von drei Jahren. Damals lag der Kurs bei 260 Pence.

Die Bank hat am Donnerstag auch Details ihres Vergütungssystems veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass der Bonuspool gegenüber dem Vorjahr leicht geschrumpft ist – auf 1,53 Milliarden Pfund.

Von

slo

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