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04.08.2014

13:06 Uhr

Britische Großbank

HSBC stöhnt: Regeln fressen Gewinn weg

Die britische Großbank HSBC hat im ersten Halbjahr deutlich weniger verdient. Unter anderem machten Kosten für strengere Regulierungen dem Institut zu schaffen. Der Gewinn bricht ein – stärker als von Analysten erwartet.

Der Gewinn der britischen Großbank HSBC ist im vergangenen Halbjahr deutlich zurückgegangen. dpa

Der Gewinn der britischen Großbank HSBC ist im vergangenen Halbjahr deutlich zurückgegangen.

LondonDie britische Großbank HSBC hat im ersten Halbjahr einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht. Das Vorsteuerergebnis schrumpft etwas stärker als von Analysten erwartet um zwölf Prozent auf 12,3 Milliarden Dollar, wie Europas größtes Geldhaus am Montag mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatten noch einige Sondereffekte die Bilanz aufpoliert. Inzwischen jedoch sei das Umfeld deutlich rauer geworden, erklärte HSBC. Insbesondere die strengere Regulierung koste viel Geld und Ressourcen, fand Vorstandschef Douglas Flint ungewohnt scharfe Worte.

Im Tagesgeschäft zeigte sich bei HSBC zuletzt ein gemischtes Bild. Wie andere Großbanken auch bekam das Institut im Investmentbanking die anhaltende Flaute im Anleihehandel zu spüren, konnte aber im Beratungsgeschäft zulegen. Im Privatkundengeschäft und in der Vermögensverwaltung waren die Einnahmen leicht rückläufig. HSBC hatte in den vergangenen Jahren Dutzende Geschäftsteile und Sparten verkauft und mehr als 40.000 Stellen abgebaut, um sich für die Zukunft fit zu machen.

Das Unternehmen hatte unter anderem wegen des Verkaufs von Kreditausfallversicherungen an ahnungslose Kreditkunden herbe Strafzahlungen leisten müssen. Im ersten Halbjahr musste die Bank nochmals mehr als 200 Millionen US-Dollar dafür zurücklegen. Im Vorjahreszeitraum waren es mehr als 400 Millionen Dollar.

Diese Banken haben die beste Kernkapitalquote

Platz 8

Crédit Agricole (Frankreich) – 9,0 Prozent

Kernkapitalquote nach Basel III ausgewählter Banken, 1. Quartal 2014, Quellen: Bloomberg, Thomson Reuters

Platz 7

Deutsche Bank – 9,5 Prozent

Platz 4

Bank of America (USA) – 9,6 Prozent

Platz 4

JP Morgan (USA) – 9,6 Prozent

Platz 4

Barclays (Großbritannien) – 9,6 Prozent

Platz 3

BNP Paribas (Frankreich) – 10,6 Prozent

Platz 2

HSBC (Großbritannien) – 10,8 Prozent

Platz 1

UBS (Schweiz) – 13,2 Prozent

 

Kommentare (1)

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Herr Wladimir Andropowitsch

04.08.2014, 15:39 Uhr

Stärker als Analysten es erwartet hatten?

Als wenn Analysten jemals etwas wüssten.

Ich lasse mir die Börsenempfehlungen ja auch nicht von meiner Astrologin oder meiner Domina machen. Und seit Ausbruch des 1. Weltkrieges haben sich Analysten eigentlich immer daneben gelegt.

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