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04.11.2011

12:30 Uhr

Britische Großbank

Royal Bank of Scotland fürchtet noch Schlimmeres

VonMichael Maisch

Die Royal Bank of Scotland verdient im dritten Quartal 1,3 Milliarden Pfund. Doch da helfen Buchhaltungstricks. Griechenland und das schwache Investment-Banking belasten. Und es wird eher schlechter als besser. 

Die Royal Bank of Scotland hat kräftig verdient. Reuters

Die Royal Bank of Scotland hat kräftig verdient.

LondonStephen Hester, Chef der quasi verstaatlichten Royal Bank of Scotland (RBS), stellt sich auf eine weitere Zuspitzung der Eurokrise ein. Hester rechnet mit einem schwierigen vierten Quartal für die Bankbranche, deshalb hat er die Risiken der RBS in den gefährdeten EU-Ländern drastisch heruntergefahren.

Anfang des Jahres hatte die schottische Bank noch Anleihen aus Griechenland, Portugal, Irland, Italien und Spanien im Wert von vier Milliarden Pfund in den Büchern. Jetzt sind es nur noch 772 Millionen Pfund. Der Großteil der Verkäufe habe im dritten Quartal stattgefunden, erläuterte Hester. Damit folgt die Bank Rivalen wie Barclays oder BNP, die ihre Bestände an Schuldpapieren aus den Krisenstaaten ebenfalls massiv abgebaut haben.

Um neue Schocks aus der Eurokrise abfedern zu können, haben die Politiker den europäischen Banken eine Aufstockung ihrer Kapitalpuffer verordnet. Spätestens im kommenden Sommer müssen die Institute eine harte Kernkapitalquote von neun Prozent vorweisen können. Für die RBS sollte das kein größeres Problem sein, am Ende des dritten Quartals lag die Kernkapitalquote der Bank, die 2008 nach einem aggressiven Expansionskurs vom britischen Steuerzahler gerettet werden musste, bei 11,3 Prozent.

Für die Monate Juli bis September meldet die RBS einen Nettogewinn von 1,3 Milliarden Pfund. Allerdings nutzte die Bank wie andere Institute auch einen Buchhaltungskniff. Die Neubewertung der eigenen Schulden trug mit 2,36 Milliarden Pfund zum Ergebnis bei. Im operativen Kerngeschäft fiel der Gewinn dagegen von 1,7 Milliarden Pfund im Vorjahr auf 1,3 Milliarden Pfund.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

04.11.2011, 10:57 Uhr

Die Schuld an der Schieflage von RBS liegt alleine beim eigenen Management.

Steuerembargo

04.11.2011, 15:46 Uhr

Ach nein, sie haben die Giftpapiere "abgebaut" so! Wie schoen fuer sie und trotzdem Defizit, wie kommts? Liegt wohl daran, dass zu viel gewettet wurde und man sich wieder und wieder verzockt, oder liegt es an Milliarden an Tantiemen, oder gar an Beidem, was zu vermuten ist. na ja, auf hunderte Milliarden kommts nun doch gar nicht mehr an, hat sich der Markt erst mal an den Anblick dieser Nullen gewoehnt!

Bankster, nun das Bloede fuer Euch ist, dass da noch bergeweise Leichen im keller liegen und wie die jetzt loskriegen, gell! deshalb www.steuerembargo.co.de, damit nicht mehr unser Geld zur Spielbank getragen wird!

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