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07.03.2011

11:21 Uhr

Brokerhaus

Nomura beruft Frau zum Finanzvorstand

VonJan Keuchel

Japan ist nicht gerade bekannt dafür, eine frauenfreundliche Arbeitswelt zu haben. Umso außergewöhnlicher ist es, dass Japans größtes Brokerhaus Nomura mit Juno Nakagawa erstmals in der Geschichte der Bank einen weiblichen Finanzvorstand beruft.

Nomura-Gebäude in Tokio. Quelle: Reuters

Nomura-Gebäude in Tokio.

TokioJapan ist nicht gerade bekannt dafür, eine frauenfreundliche Arbeitswelt zu haben. Umso außergewöhnlicher ist es, dass Japans größtes Brokerhaus Nomura mit Juno Nakagawa erstmals in der Geschichte der Bank einen weiblichen Finanzvorstand beruft. Die 45-jährige, derzeit Co-Vize-CFO, wird Masafumi Nakada ersetzen, der Präsident von Nomuras Trust-Banking-Einheit wird. Wie besonders dieser Schritt ist, zeigt eine Statistik: Nach einer Untersuchung von Kyodo News sind Japans Executive-Posten nur in 1,7 Prozent von Frauen besetzt.

Zugleich machte Nomura den gebürtigen Inder Jasjit "Jesse" Bhattal zum Vize-Präsidenten der Firmengruppe und zum CEO für das Großkundengeschäft. Mit Bhattal wird damit erstmals ein Ausländer diese Schlüsselposition bekleiden und gleichzeitig die wichtigste Position unter den Nicht-Japaner im Unternehmen inne haben.

Hinter beiden Ernennungen steckt der stringente Kurs von Konzernchef Kenichi Watanabe, seine Bank, die 2008 die Asien- und Europa-Sparte der bankrotten Lehman Brothers Holding übernommen hatte, auf internationalen Kurs zu trimmen. Dabei ging Watanabe im letzten Jahr sogar soweit, laut darüber nachzudenken, das Hauptquartier seiner Bank aus Japan heraus zu verlegen. Es wäre die nächste äußerst ungewöhnliche Entscheidung.

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