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18.05.2013

02:25 Uhr

Bürgerkonto

Große Nachfrage nach Girokonto für Jedermann

Wer eine eher geringe Kreditwürdigkeit vorzuweisen hat, kann mit dem Bürgerkonto ein Girokonto bekommen, das nur Guthaben ausgibt. Die Nachfrage nach dem Konto steigt stetig.

Ein Kunde hebt mit seiner Girokarte Bargeld ab. Das Bürgerkonto gibt nur Guthaben aus. dpa

Ein Kunde hebt mit seiner Girokarte Bargeld ab. Das Bürgerkonto gibt nur Guthaben aus.

BerlinDas neue Sparkassen-Girokonto für Bürger mit schlechter Kredithistorie stößt auf großes Interesse. Seit dem Start im vergangenen Oktober wurden bereits rund 80 000 dieser ausschließlich auf Guthabenbasis geführten Konten eingerichtet. Das geht nach Informationen der „Süddeutsche Zeitung“ (Samstag) aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der SPD hervor. Das Ministerium beruft sich demnach auf Schätzungen des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands.

Wie das Blatt weiter berichtet, hatte sich die deutsche Kreditwirtschaft bereits 1995 dazu verpflichtet, allen Kunden, die wegen negativer Schufa-Einträge kein normales Girokonto bekommen, wenigstens ein sogenanntes Girokonto für jedermann einzurichten, also ein Konto, das nur auf Guthabenbasis geführt wird. Die Sparkassen waren im vergangenen Herbst jedoch mit die ersten, die dieser Selbstverpflichtung offiziell nachkamen. Seit Oktober bieten sie Kunden mit Finanzproblemen ein sogenanntes Bürgerkonto an.

„Die große Zahl der bisher eingerichteten Basiskonten zeigt den enormen Bedarf für viele Menschen, die bisher unfreiwillig kein Girokonto bei ihrer Bank bekamen“, sagte der SPD-Finanzexperte Carsten Sieling dem Blatt. Nach Schätzungen der EU-Kommission haben in Deutschland 670 000 Menschen, die älter als 15 Jahre sind, kein Bankkonto. Anfang Mai hatte die EU-Kommission einen Richtlinien-Entwurf vorgestellt, nach dem künftig jeder Bürger Anspruch auf ein Girokonto auf Guthabenbasis bekommen soll.

Von

dpa

Kommentare (12)

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gastritis

18.05.2013, 04:15 Uhr

"Nach Schätzungen der EU-Kommission haben in Deutschland 670 000 Menschen, die älter als 15 Jahre sind, kein Bankkonto. Anfang Mai hatte die EU-Kommission einen Richtlinien-Entwurf vorgestellt, nach dem künftig jeder Bürger Anspruch auf ein Girokonto auf Guthabenbasis bekommen soll." - Und das Handelsblatt ist kein neutrales Blatt sondern ein Handlangerblatt der EU und führt die dummen Massen schön zum Giro, die noch interessant weil intransparent sind, damit die EU noch mehr Konten plündern kann, wenn es an die reale Enteignung geht. Reale Enteignung: nicht schleichend durch manipulierte Inflation sondern zypriotisch. Die Leute sind schon sauDUMM, dass die nach dem Zypern-Ereignis nicht aufwachen!!!

Account gelöscht!

18.05.2013, 05:28 Uhr

@gastritis ... nun über den Sinngehalt mancher Handelsblattbeiträge lässt sich sicherlich streiten, aber mir ist mittlerweile kaum eine Zeitung bekannt, welche nicht als Sprachrohr für irgendwelche "Interessengrupppen" mißbraucht wird.

In diesem Zusammenhang ist der PR-Gag seitens der freiwilligen Selbstverpflichtung seitens der Sparkassen zu einem Bürgerkonto für jedermann ein sehr treffendes Beispiel und an und für sich ein Widerspruch in sich.

Wenn das Konto mit dem wohlklingenden Namen "Bürgerkonto" für ärmere Menschen mit einer schlechten Bonität gedacht ist, warum ist dies nicht einem pfändungssicheren (s.g. P-Konto) gleichgesetzt?
Sicherlich wird auch von Bürgern für die Einrichtung und Führung dieses "Bürger-Kontos" ein gewisses Endgeld berechnet. An sich ein Witz in Betracht der Tatsache, dass es schon langer Zeit Konten auf Guthabenbasis gibt, welche komplett kostenlos sind.

Bargeld ist dem System schon seit langem ein Dorn im Auge, da es sich nicht kontrollieren lässt, wie elektronische Geldbewegungen. Insofern ist es nur eine Frage der Zeit bis man versuchen wird, dem Beispiel von Schweden zu folgen.

Das Plündern bzw. Wegnehmen von Geld seitens dieser Bevölkerungsschicht steht meiner Ansicht nach weniger im Focus, wohl aber der Aspekt der absoluten Kontrolle. Doch auch diese Menschengruppe der Armen hat ein gewisses Machtpotential und was gibt es Besseres, als eine Möglichkeit zu schaffen, um auch diese zu kontrollieren?

FalcoMarcus

18.05.2013, 09:14 Uhr

Tralala-Tralala... ...ich male mir die Welt, wie sie mir gefällt... ...Tralala-Tralala... ...alles wird so gedreht, wie es zu meinem Weltbild passt... ...Tralala-Tralala... ...alle die mir widersprechen lügen nur, sind gekauft oder Agenten finsterer Mächte... ...Tralala-Tralala...

Wer heute kein Konto nachweisen kann hat kaum Chancen auf eine bezahlte Arbeit, eine Wohnung, einen Stromanschluß, einen Telefonanschluß, eine Autoanmeldung, etc.
Natürlich hängt das alles mit dem Kontrollwahn des Staates zusammen und nicht damit, das es für ein Unternehmen mit 100 Mitarbeitern einfach zu teuer ist und auch zu gefährlich (Überfall) allen Mitarbeitern Tausende von Euro jeden Monat in Bar auszubezahlen.
Das ein Vermieter mit dreißig Wohnungen einfach nicht jeden Monat 12.000 Euro in Bar haben will.
Das ein Stromversorger nicht 10.000 Kunden haben möchte die jeden Monat an einer Kasse stehen und ihre 50 Euro einzahlen.
Aber das wäre ja eine zu einfache Erklärung für die Forderung das jeder Bürger ein Anrecht haben sollte ein Konto bei einer Bank führen zu dürfen.... ....nicht wahr...

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