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25.01.2017

19:52 Uhr

Bundesbank-Chef

Weidmann fordert einheitliche Fintech-Regulierung

Sie sind jung, digital und vernetzt. Einige spezielle Start-ups, genannt Fintechs, wirbeln derzeit die Finanzwelt durcheinander – sehr zum Missfallen der Bundesbank: Sie verlangt eine Regulierung.

Der Präsident der Bundesbank äußerte sich auf einer G20-Konferenz in Wiesbaden. Reuters, Sascha Rheker

Jens Weidmann

Der Präsident der Bundesbank äußerte sich auf einer G20-Konferenz in Wiesbaden.

WiesbadenBundesbank-Präsident Jens Weidmann hat sich für eine Regulierung der noch jungen Finanztechnologie-Branche (FinTechs) ausgesprochen. „Unser Ziel ist es, eine Reihe gemeinsamer Kriterien für die regulatorische Behandlung von FinTechs zu entwickeln“, sagte Weidmann am Mittwoch auf einer Konferenz in Wiesbaden. Solche Firmen sollten ihre Geschäftsmodelle nicht auf Schlupflöcher bei der Aufsicht gründen. Momentan schießen viele junge und noch kleine Unternehmen aus dem Boden, die die herkömmlichen Banken mit neuen Geschäftsmodellen und IT-Lösungen herausfordern oder sie sogar überflüssig machen wollen. Nach Ansicht des Gouverneurs der Bank von England, Mark Carney, birgt das rasante Wachstum der Branche aber auch Risiken.

„Ein klareres Bild der Geschäfte von FinTech-Firmen zu gewinnen ist wesentlich, wenn wir besser verstehen wollen, ob und in welcher Weise sie eine Bedrohung für die Finanzstabilität sein könnten“, sagte Weidmann. Finanztechnolgie-Startups sind für traditionelle Banken allerdings nicht nur Wettbewerber sondern auch mögliche Partner. Da Bankkunden immer mehr Geschäfte im Internet erledigen, setzen viele Geldhäuser verstärkt auf die Zusammenarbeit mit FinTech-Firmen aus der IT- und Online-Welt.

Nach Ansicht des britischen Notenbankchefs Carney können neue Technologien im Finanzsektor dazu führen, dass Banken effizienter und weniger kostenintensiv arbeiten. Politische Entscheidungsträger müssten dafür sorgen, dass die Vorteile dieser Technologien größer seien als die Gefahren. Laut Carney prüft der Finanzstabilitätsrat FSB der G20-Länder zurzeit, ob bestehende Aufsichtsregeln dazu taugen, die mit FinTechs verbundenden Risiken zu erfassen. Der FSB werde die Staats- und Regierungschef der G20-Länder auf ihrem Gipfel im Juli darüber unterrichten.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Wolfgang Trantow

26.01.2017, 09:37 Uhr

Ich fordere Ersatzpflicht für Banker, die Verluste für jeden, Staat, Firmen usw., verursacht haben bzw. verursachen in maximale Höhe. Wieso muss immer der Steuerzahler für die vorsätzlichen, gewissenlose Fehler dieser Personen aufkommen, wo sie sich noch Boni nehmen?

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