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07.05.2015

17:19 Uhr

Bundesbank über Grexit

Keine Ansteckungsgefahr für deutsche Institute

Deutsche Banken seien inzwischen für einen Grexit gerüstet, sagt Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret. Gefahren sieht der Notenbanker jedoch in Spanien, Portugal und Italien – allerdings nicht nur wegen der Griechen.

Vor fünf Jahren wären Ansteckungseffekte im Fall eines Grexits für deutsche Institute unvermeidlich gewesen – das habe sich inzwischen geändert, so die Bundesbank. dpa

Ansteckungsgefahr

Vor fünf Jahren wären Ansteckungseffekte im Fall eines Grexits für deutsche Institute unvermeidlich gewesen – das habe sich inzwischen geändert, so die Bundesbank.

FrankfurtDeutsche Banken sind nach Einschätzung von Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret besser für den Fall eines Euro-Ausritts Griechenlands gerüstet als vor fünf Jahren. Die Gefahr einer direkten Ansteckung über die Finanzmärkte sei mittlerweile viel geringer, sagte Dombret der „WirtschaftsWoche“. „So haben die deutschen Banken nur noch Forderungen von insgesamt 2,4 Milliarden Euro gegenüber Griechenland in ihren Büchern“, ergänzte er laut Onlineausgabe des Magazins am Donnerstag.

Mit Sorge sieht der Notenbanker, dass Großbanken in den südeuropäischen Krisenländern latente Steuerforderungen als hartes Eigenkapital ausweisen. „Latente Steueransprüche als Bestandteil des Eigenkapitals sehe ich grundsätzlich kritisch.“ Diese Bilanzierungsmöglichkeit werde im Rahmen der Basel-III-Reformen begrenzt. Es sei deshalb bemerkenswert, dass einige europäische Staaten wie Griechenland, Spanien, Portugal und Italien nun doch zuließen, latente Steueransprüche ohne zeitliche Begrenzung dem harten Kernkapital zuzurechnen. Dadurch werde die Eigenkapitalquote verwässert, kritisierte Dombret.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Manfred Zimmer

07.05.2015, 20:35 Uhr

So kann man "den Erfolg" auch nicht verkaufen. Wenn hier über einen "Erfolg" berichtet werden soll, dann ist nicht die Summe nach einer Zwischensumme sondern über die Gesamtsumme zu berichten.

Also bitte mit der ersten Zahl beginnen und mit der letzten Zahl aufhören.

Wie groß ist der Gesamtschaden, der der Bundesrepublik zur Rettung der Banken, davon der deutschen Banken - gegliedert nach Institutsgruppen - entstanden ist? Um genau zu sein, darf man nicht einmal über den Schaden aus den Banken berichten sondern man muss auch die Versicherungen ebenfalls einbeziehen.

Aber selbst diese Zahl reicht nicht, wenn man das Lebensversicherungsreformgesetz aus dem letzten Jahr einbezieht, dass Lebensversicherte allein um ca. 80 Mrd. € zu Gunsten der Versicherungen enteignete und dies allein darum, damit Versicherungen weiterhin Staatsanleihen mit einem Nullkupon kaufen können und andererseits anderen Lebensversicherten einen "Zins" garantieren können.

Wenn man Bürger betrügt, dann sollte man seitens der Verantwortlichen wenigstens still sein und nicht so tun, als wenn die Bürger es nicht merken würden. Das ist noch schlechterer Stil.

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