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15.05.2017

12:43 Uhr

Bundesbank-Vorstand Dombret

„Für die Banken ist der Brexit verkraftbar“

2019 soll Großbritannien der EU nach dem Willen der Regierung endgültig „Goodbye“ sagen. Wie sich der Brexit auf die Banken auswirkt, ist noch unklar. Die Bundesbank glaubt, dass die Branche die Risiken meistern kann.

Großbritannien hat in Brüssel den EU-Austritt beantragt. dpa

Londoner Finanzdistrikt

Großbritannien hat in Brüssel den EU-Austritt beantragt.

Frankfurt/BerlinDie Bankenbranche kann die mit dem EU-Austritt Großbritanniens verbundenen Risiken aus Sicht der Bundesbank meistern. „Ich denke, für die Banken ist der Brexit verkraftbar“, sagte Vorstandsmitglied Andreas Dombret am Montag auf einer Finanzkonferenz in Frankfurt. Doch die Geldhäuser müssten sich „rechtzeitig, sorgsam und umfassend“ darauf vorbereiten. Wegen der Brexit-Unsicherheiten komme den Bankenaufsehern eine besondere Rolle beim reibungslosen Übergang in die Nach-Brexit-Ära zu.

Bei der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt ist die Aufsicht SSM für die Großbanken des Euroraums angesiedelt. „Ich begrüße ausdrücklich die Bereitschaft der SSM-Aufseher zur Kooperation und zum offenen Austausch“, betonte Dombret, der im Vorstand der Bundesbank unter anderem für den Bereich Banken und Finanzaufsicht zuständig ist. Großbritannien hat in Brüssel den Austritt beantragt. 2019 soll das Land der EU nach dem Willen der Regierung endgültig 'Goodbye' sagen. Das Land soll demnach aus dem Binnenmarkt und der Zollunion austreten und strebt ein Freihandelsabkommen mit der EU an.

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Damit würde Großbritannien aber für die EU zu einem Drittland. In London ansässige Banken könnten dann nicht mehr Großbritannien als Eingangstor für Geschäfte in der ganzen EU nutzen. Dazu ist eine Banklizenz innerhalb eines EU-Landes nötig. Das ist Grundlage des so genannten EU-Passes für Banken.

Von

rtr

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