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Bußgelder und Strafen

So viel mussten Banken für ihre Fehler hinblättern

Wegen manipulierter Zinsen, fragwürdiger Beratung bei Krediten oder zwielichtiger Hypotheken-Geschäfte muss nicht nur die Deutsche Bank bezahlen. Schon viele Institute haben hohe Summen zahlen müssen. Einige Beispiele.

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Mai 2012: Die Deutsche Bank steht für zwielichtige Hypotheken-Geschäfte einer Tochtergesellschaft in den USA gerade. Um eine Klage aus der Welt zu schaffen, zahlen die Frankfurter 202 Millionen US-Dollar. Der Bank drohte eine Strafzahlung und Wiedergutmachung von mehr als eine Milliarde Dollar. Die US-Justiz hatte der Tochter MortgageIT Betrug beim Geschäft mit Hypothekenfinanzierungen vorgeworfen. Reuters, Sascha Rheker

Deutsche Bank – 202 Millionen Dollar

Mai 2012: Die Deutsche Bank steht für zwielichtige Hypotheken-Geschäfte einer Tochtergesellschaft in den USA gerade. Um eine Klage aus der Welt zu schaffen, zahlen die Frankfurter 202 Millionen US-Dollar. Der Bank drohte eine Strafzahlung und Wiedergutmachung von mehr als eine Milliarde Dollar. Die US-Justiz hatte der Tochter MortgageIT Betrug beim Geschäft mit Hypothekenfinanzierungen vorgeworfen.

Bild: Reuters, Sascha Rheker

Dezember 2013: Im Skandal um Zinsmanipulationen hat die Deutsche Bank von der EU-Kommission die branchenweit höchste Strafe aufgebrummt bekommen. EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia verhängte gegen sechs internationale Großbanken Rekord-Geldbußen von zusammen 1,71 Milliarden Euro. Allein der deutsche Branchenprimus muss im Rahmen des Vergleichs 725 Millionen Euro zahlen. Reuters, Sascha Rheker

Deutsche Bank – 725 Millionen Euro

Dezember 2013: Im Skandal um Zinsmanipulationen hat die Deutsche Bank von der EU-Kommission die branchenweit höchste Strafe aufgebrummt bekommen. EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia verhängte gegen sechs internationale Großbanken Rekord-Geldbußen von zusammen 1,71 Milliarden Euro. Allein der deutsche Branchenprimus muss im Rahmen des Vergleichs 725 Millionen Euro zahlen.

Bild: Reuters, Sascha Rheker

Oktober 2013: Der Libor-Skandal kostet die niederländische Rabobank 774 Millionen Euro. Es ist die höchste Strafe in der Geschichte der Genossenschaftsbank. Die Bank hatte mit britischen, amerikanischen und niederländischen Behörden einen außergerichtlichen Vergleich getroffen. Drei Viertel der Summe fließen in die USA an das Justizministerium und die Finanzaufsicht CFTC. Reuters, Sascha Rheker

Rabobank – 774 Millionen Euro

Oktober 2013: Der Libor-Skandal kostet die niederländische Rabobank 774 Millionen Euro. Es ist die höchste Strafe in der Geschichte der Genossenschaftsbank. Die Bank hatte mit britischen, amerikanischen und niederländischen Behörden einen außergerichtlichen Vergleich getroffen. Drei Viertel der Summe fließen in die USA an das Justizministerium und die Finanzaufsicht CFTC.

Bild: Reuters, Sascha Rheker

August 2013: Britische Banken müssen wegen falscher Beratung von Kunden erneut Entschädigungen in Milliardenhöhe zahlen. Die Aufsichtsbehörde FCA verdonnerte 13 Institute und Kreditkartenaussteller zu Kompensationsleistungen von insgesamt 1,3 Milliarden Pfund (1,5 Mrd Euro). Zu den bestraften Unternehmen zählen Barclays, HSBC und die Royal Bank of Scotland (RBS). AFP; Files; Francois Guillot

Britische Banken – 1,3 Milliarden Pfund

August 2013: Britische Banken müssen wegen falscher Beratung von Kunden erneut Entschädigungen in Milliardenhöhe zahlen. Die Aufsichtsbehörde FCA verdonnerte 13 Institute und Kreditkartenaussteller zu Kompensationsleistungen von insgesamt 1,3 Milliarden Pfund (1,5 Mrd Euro). Zu den bestraften Unternehmen zählen Barclays, HSBC und die Royal Bank of Scotland (RBS).

Bild: AFP; Files; Francois Guillot

März 2015: Die Commerzbank muss wegen des Streits mit US-Behörden um Sanktionsverstöße und Geldwäsche-Vorwürfe tief in die Tasche greifen. Im Rahmen eines lang erwarteten Vergleichs zahle das zweitgrößte deutsche Geldhaus 1,45 Milliarden Dollar. Die USA warfen der Commerzbank vor, gegen Wirtschafts-Sanktionen gegen den Iran verstoßen zu haben. Reuters, Sascha Rheker

Commerzbank – 1,45 Milliarden Dollar

März 2015: Die Commerzbank muss wegen des Streits mit US-Behörden um Sanktionsverstöße und Geldwäsche-Vorwürfe tief in die Tasche greifen. Im Rahmen eines lang erwarteten Vergleichs zahle das zweitgrößte deutsche Geldhaus 1,45 Milliarden Dollar. Die USA warfen der Commerzbank vor, gegen Wirtschafts-Sanktionen gegen den Iran verstoßen zu haben.

Bild: Reuters, Sascha Rheker

Dezember 2012: Die Schweizer Großbank UBS zahlt wegen ihrer Rolle bei der Manipulation des weltweit wichtigsten Referenzzinssatzes Libor Bußen in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar. Wie die Bank mitteilte, leistete sie entsprechende freiwillige Strafzahlungen an amerikanische, britische und Schweizer Behörden. AP

UBS – 1,5 Milliarden Dollar

Dezember 2012: Die Schweizer Großbank UBS zahlt wegen ihrer Rolle bei der Manipulation des weltweit wichtigsten Referenzzinssatzes Libor Bußen in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar. Wie die Bank mitteilte, leistete sie entsprechende freiwillige Strafzahlungen an amerikanische, britische und Schweizer Behörden.

Bild: AP

April 2015: Die Deutsche Bank muss im Libor-Skandal eine Strafzahlung in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar (2,33 Milliarden Euro) in Großbritannien zahlen. Reuters, Sascha Rheker

Deutsche Bank – 2,5 Milliarden Dollar

April 2015: Die Deutsche Bank muss im Libor-Skandal eine Strafzahlung in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar (2,33 Milliarden Euro) in Großbritannien zahlen.

Bild: Reuters, Sascha Rheker

Mai 2014: Die Schweizer Bank Credit Suisse räumt im Steuerstreit mit den USA die eigene Schuld ein und akzeptiert eine Strafe von mehr als 2,6 Milliarden Dollar. Die Bank hatte Vermögen ihrer Kunden vor den US-Steuerbehörden versteckt. Reuters, Sascha Rheker

Credit Suisse – 2,6 Milliarden Dollar

Mai 2014: Die Schweizer Bank Credit Suisse räumt im Steuerstreit mit den USA die eigene Schuld ein und akzeptiert eine Strafe von mehr als 2,6 Milliarden Dollar. Die Bank hatte Vermögen ihrer Kunden vor den US-Steuerbehörden versteckt.

Bild: Reuters, Sascha Rheker

Dezember 2016: Die Credit Suisse einigt sich mit dem US-Justizministerium über einen Vergleich wegen dubioser Geschäfte mit Hypothekenpapieren im Vorfeld der ab 2007 ausgebrochenen globalen Finanzkrise. Die Einigung sieht zwei Bausteine vor: 2,5 Milliarden Dollar (2,4 Milliarden Euro) an Zivilbuße und 2,8 Milliarden Dollar (2,68 Milliarden Euro) an Bereitstellungen für Entschädigungen für Verbraucher. Reuters, Sascha Rheker

Credit Suisse – 5,3 Milliarden Dollar

Dezember 2016: Die Credit Suisse einigt sich mit dem US-Justizministerium über einen Vergleich wegen dubioser Geschäfte mit Hypothekenpapieren im Vorfeld der ab 2007 ausgebrochenen globalen Finanzkrise. Die Einigung sieht zwei Bausteine vor: 2,5 Milliarden Dollar (2,4 Milliarden Euro) an Zivilbuße und 2,8 Milliarden Dollar (2,68 Milliarden Euro) an Bereitstellungen für Entschädigungen für Verbraucher.

Bild: Reuters, Sascha Rheker

September 2013: Das Debakel um einen 6,2 Milliarden US-Dollar hohen Spekulationsverlust hat für die größte US-Bank JP Morgan Chase ein teures juristisches Nachspiel. Mehrere Aufsichtsbehörden in den USA und Großbritannien haben nach Angaben der US-Notenbank Fed Strafen über insgesamt rund 920 Millionen Dollar gegen das Institut verhängt. AFP; Files; Francois Guillot

JP Morgan Chase – 6,2 Milliarden Dollar

September 2013: Das Debakel um einen 6,2 Milliarden US-Dollar hohen Spekulationsverlust hat für die größte US-Bank JP Morgan Chase ein teures juristisches Nachspiel. Mehrere Aufsichtsbehörden in den USA und Großbritannien haben nach Angaben der US-Notenbank Fed Strafen über insgesamt rund 920 Millionen Dollar gegen das Institut verhängt.

Bild: AFP; Files; Francois Guillot

Dezember 2016: Die Deutsche Bank einigt sich mit dem US-Justizministerium über einen Vergleich wegen dubioser Geschäfte mit Hypothekenpapieren im Vorfeld der ab 2007 ausgebrochenen globalen Finanzkrise. Die Einigung sieht zwei Bausteine vor: 3,1 Milliarden Dollar (2,96 Milliarden Euro) an Zivilbuße und 4,1 Milliarden Dollar (3,92 Milliarden Euro) an Bereitstellungen für Entschädigungen für Verbraucher, das könnte zum Beispiel in Form von Zinsnachlässen erfolgen. dpa

Deutsche Bank – 7,2 Milliarden Dollar

Dezember 2016: Die Deutsche Bank einigt sich mit dem US-Justizministerium über einen Vergleich wegen dubioser Geschäfte mit Hypothekenpapieren im Vorfeld der ab 2007 ausgebrochenen globalen Finanzkrise. Die Einigung sieht zwei Bausteine vor: 3,1 Milliarden Dollar (2,96 Milliarden Euro) an Zivilbuße und 4,1 Milliarden Dollar (3,92 Milliarden Euro) an Bereitstellungen für Entschädigungen für Verbraucher, das könnte zum Beispiel in Form von Zinsnachlässen erfolgen.

Bild: dpa

Juni 2014: Es ist die höchste je verhängte Strafe für eine europäische Bank: Wegen Verstößen gegen US-Sanktionen muss die französische Großbank BNP Paribas fast neun Milliarden Dollar Strafe an die USA zahlen. Die Behörden werfen der Bank vor, bei einigen Geschäften amerikanische Sanktionen gegen den Sudan, den Iran und Kuba gebrochen zu haben. AFP; Files; Francois Guillot

BNP Paribas – 9 Milliarden Dollar

Juni 2014: Es ist die höchste je verhängte Strafe für eine europäische Bank: Wegen Verstößen gegen US-Sanktionen muss die französische Großbank BNP Paribas fast neun Milliarden Dollar Strafe an die USA zahlen. Die Behörden werfen der Bank vor, bei einigen Geschäften amerikanische Sanktionen gegen den Sudan, den Iran und Kuba gebrochen zu haben.

Bild: AFP; Files; Francois Guillot

November 2013: Die US-Großbank JP Morgan Chase zahlt einen Rekordbetrag von 13 Milliarden Dollar (9,5 Milliarden Euro), um die Einstellungen mehrerer gegen sie laufender Verfahren zu erreichen. Allein das US-Justizministerium führte gegen JP Morgan mehr als ein halbes Dutzend Ermittlungsverfahren - etwa wegen mangelnder Informationen von Investoren beim Verkauf von Hypothekenkrediten oder wegen der Beteiligung an der Manipulation des Libor-Zinssatzes. JP Morgan Chase galt lange als Vorzeigebank, da sie die Krise wegen zweitklassiger Baudarlehen am besten überstand. Sie zahlte allerdings bereits 5,3 Milliarden Dollar zur Beilegung mehrerer Rechtsstreitigkeiten wegen ihrer Verkaufspolitik bei Hypothekenkrediten. AFP; Files; Francois Guillot

JP Morgan Chase – 13 Milliarden Dollar

November 2013: Die US-Großbank JP Morgan Chase zahlt einen Rekordbetrag von 13 Milliarden Dollar (9,5 Milliarden Euro), um die Einstellungen mehrerer gegen sie laufender Verfahren zu erreichen. Allein das US-Justizministerium führte gegen JP Morgan mehr als ein halbes Dutzend Ermittlungsverfahren - etwa wegen mangelnder Informationen von Investoren beim Verkauf von Hypothekenkrediten oder wegen der Beteiligung an der Manipulation des Libor-Zinssatzes. JP Morgan Chase galt lange als Vorzeigebank, da sie die Krise wegen zweitklassiger Baudarlehen am besten überstand. Sie zahlte allerdings bereits 5,3 Milliarden Dollar zur Beilegung mehrerer Rechtsstreitigkeiten wegen ihrer Verkaufspolitik bei Hypothekenkrediten.

Bild: AFP; Files; Francois Guillot

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