Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.09.2011

18:37 Uhr

Carsten Maschmeyer

„Vertrieb ist ganz einfach“

VonMichael Detering

Der AWD-Gründer Carsten Maschmeyer wird in einigen Medien immer noch gerne als „Abzocker“ und „Drückerkönig“ tituliert. Auf der Handelsblatt-Tagung spricht der Finanzunternehmer darüber, wie er gute Beratung definiert.

Social Media ersetzt den Bankberater nicht

Video: Social Media ersetzt den Bankberater nicht

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

FrankfurtCarsten Maschmeyer - viele Deutsche haben von dem Finanzunternehmer kein gutes Bild. Sie kennen seinen Namen aus Fernsehdokumentationen mit Titeln wie „Der Drückerkönig und die Politik“ oder „Abzocker Maschmeyer“. Doch Maschmeyer will dieses Image los werden. Also redet der Gründer des Finanzvertriebs AWD auf der Handelsblatt-Banken-Tagung darüber, was gute Beratung ausmacht. Er hat dafür einen einfachen Grundsatz: „Die entscheidende Frage lautet: Wenn der Kunde mein Bruder oder meine Schwester ist, würde ich das Produkt auch dann noch so empfehlen?“ Und fügt hinzu: „Und ich habe kein gestörtes Verwandtenverhältnis.“

Solche Nebensätze sind es, die zeigen, wie bewusst sich Maschmeyer seines Rufes ist. Die Zuhörer könnten jedes einzelne Wort von ihm auf die Goldwaage legen und zu seinen Ungunsten interpretieren, also reicht er gleich eine Präzisierung nach. Die wiederum lässt das Publikum schmunzeln, und er gewinnt an Sympathie.

Maschmeyer hat den AWD 2008 mit großem Gewinn an den Schweizer Versicherungskonzern Swiss Life verkauft, inzwischen ist er Vorstand bei der Maschmeyer Rürup AG und berät Banken, Versicherer und Regierungen bei Altersvorsorge-Strategien. Trotzdem muss er sich immer wieder mit seiner Vergangenheit beim Finanzvertrieb AWD herumschlagen. Die Stiftung Warentest, die für viele Deutsche als absolut glaubwürdige Instanz gilt, wirft ihm vor, die „systematische Falschberatung“ seines früheren Unternehmens zu verharmlosen.

Zuletzt machte Maschmeyer vor allem Schlagzeilen mit einer juristischen Fehde mit dem Norddeutschen Rundfunk. Der Fernsehsender hatte Maschmeyer als „Drückerkönig“ bezeichnet und vorgeworfen, dass der AWD zahlreiche Kleinanleger betrogen habe.

Kommentare (10)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Unternehmensberater

05.09.2011, 19:24 Uhr

„Die entscheidende Frage lautet: Wenn der Kunde mein Bruder oder meine Schwester ist, würde ich das Produkt auch dann noch so empfehlen?“
Ach ne, die Frage muss ihm in den letzten 5 Minuten eingefallen sein. Sozusagen die alles beschönigende Ausrede.
Diese Frage kam im Leitfaden für seine Vertriebsdeppen aber nun definitiv nicht vor.
Er soll doch einfach mal einen Schulungs-/Seminarordner seiner Truppe auf den Tisch legen, mit der eidesstattlichen Versicherung, dass der denselben Umfang / Inhalt wie früher hat. Daneben sind dann die ERGO Parties Klosterausflüge.

Michael

05.09.2011, 19:43 Uhr

Alle von Maschmeier in den AWD eingespeisten Produkte waren auf maximale Provisionen ausgelegt, Geld hat keiner seiner Kunden damit verdient. Wer meint auf diesem Wege genügend Dumme gefunden zu haben und ein Vermögen zu scheffeln, der glaubt auch das Vertrieb ganz einfach ist.

JochenMueller

05.09.2011, 20:30 Uhr

Selten einen so schlechten Artikel im Handelsblatt gelesen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×