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22.07.2015

09:39 Uhr

China Construction Bank

Chinesische Großbank muss mehr gegen Geldwäsche tun

Geht es um Geldwäsche, ist das Vorgehen der US-Behörden hart. Das mussten schon viele Finanzinstitute aus dem Ausland lernen. Nun knöpft sich die US-Notenbank auch chinesische Häuser vor – und erwartet Reformvorschläge.

Die China Construction Bank ist eines der vier großen staatlichen Geldhäuser Chinas, die auch in den USA aktiv sind. Reuters

Staatliches Geldhaus

Die China Construction Bank ist eines der vier großen staatlichen Geldhäuser Chinas, die auch in den USA aktiv sind.

WashingtonIm Kampf gegen illegale Bankgeschäfte knöpft sich die US-Notenbank (Fed) erstmals ein großes staatseigenes Geldhaus aus China vor. Auf Geheiß der Fed muss die China Construction Bank (CCB) ihre Vorkehrungen gegen Geldwäsche verbessern. Das sieht eine am Dienstag bekanntgemachte Anordnung vor. Demnach muss CCB binnen 60 Tagen entsprechende Vorschläge vorlegen. Gefordert werden Programme, die geeignete Kontrollen vorsehen sowie eine sorgfältige Überprüfung der Kunden. Ferner soll das Institut zeigen, wie es verdächtige Transaktionen aufspürt.

Es ist die erste derartige Anordnung der Fed gegen eine der vier großen staatlichen Banken Chinas, zu denen auch Bank of China, Industrial and Commercial Bank of China and Agricultural Bank of China gehören. Andere Geldhäuser aus dem Ausland haben bereits das harte Vorgehen der US-Behörden zu spüren bekommen. So musste die französische BNP Paribas neun Milliarden Dollar zahlen wegen Verstößen gegen US-Sanktionen gegen Länder wie Sudan, Kuba und Iran. Die britische HSBC wurde zu einer Buße von 1,9 Milliarden Dollar verdonnert, weil sie sich zur Wäsche von mexikanischen und kolumbianischen Drogengeldern missbrauchen ließ.

Von

rtr

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