Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.04.2015

15:05 Uhr

Citigroup

US-Bank schüttelt Altlasten ab

Die Citigroup hat im ersten Quartal des Jahres trotz sinkender Einnahmen mehr verdient und die Gewinnerwartungen übertroffen. Die Anleger freut's. Einen Dämpfer gab es jedoch in einer anderen Sparte der US-Bank.

Die Konzernzentrale der Citibank in Manhattan. AFP

Citigroup

Die Konzernzentrale der Citibank in Manhattan.

New YorkFür die Citigroup zahlt sich die jüngste Schrumpfkur aus. Die gemessen an der Bilanzsumme drittgrößte US-Bank gab am Donnerstag einen Gewinnsprung von 16 Prozent auf 4,82 Milliarden Dollar im abgelaufenen Quartal bekannt. Sie profitierte insbesondere davon, dass die Kosten für Rechtsstreitigkeiten und den Konzernumbau auf 403 Millionen Dollar gedrückt wurden.

Vor Jahresfrist hatten sich diese Belastungen noch auf 1,16 Milliarden Dollar summiert. Wie andere Banken hatte Citigroup mit kostspieligen juristischen Problemen zu kämpfen, die noch aus der Finanzkrise herrühren. Unter anderem ging es um fragwürdige Hypothekengeschäfte und um Handelsskandale.

An der Wall Street reagierten die Anleger erfreut auf das Vierteljahresergebnis, das über den Markterwartungen lag. Die Citigroup-Aktie legte im vorbörslichen US-Handel zwei Prozent zu.

Citigroup-Ökonom Willem Buiter: „Fed erhöht Zinsen im Dezember“

Citigroup-Ökonom Willem Buiter

Premium „Fed erhöht Zinsen im Dezember“

Der Chefökonom des Bankriesen Citigroup erwartet eine späte Zinswende in den USA, klagt über schlechte Straßen in Deutschland und fürchtet sich vor einem EU-Austritt Großbritanniens.

„Während in einigen Geschäften die Einnahmen unter Druck standen, steigerten wir das Kredit- und das Einlagenvolumen in unseren Kerngeschäften“, sagte Konzernchef Mike Corbat. Einen Dämpfer gab es insbesondere im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren, der um elf Prozent auf 3,48 Milliarden Dollar einbrach. Dagegen hatten die Rivalen Goldman Sachs und JPMorgan Chase im vergangenen Quartal höhere Erlöse aus dem Anleihen- und Devisenhandel erzielt.

Corbat hat kräftig an der Sparschraube gedreht und die Großbank zurückgestutzt. Das Filialnetz wurde in den USA ausgedünnt und in anderen Märkten komplett verkauft. Zudem trennte sich Citigroup von Bereichen, die nicht zum Kerngeschäft zählen. Corbats Ziel ist es, mehr Geld an die Aktionäre auszuschütten. Im März hatte die US-Notenbank seine Pläne für Dividendenerhöhungen und Aktienrückkäufe gebilligt.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×