Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.07.2016

15:37 Uhr

Comdirect

Rund 6500 Kunden von Software-Panne betroffen

Rund 6500 Kunden wären von einer Software-Panne am vergangenen Montag betroffen, teilte der Online-Broker Comdirect mit. Die meisten zeigten Verständnis, einzelne hätten allerdings gekündigt.

Eine Software-Panne sorgte für Unmut bei den Comdirect-Kunden: Sie landeten am Montag vergangener Woche beim Einloggen auf Konten oder Depots anderer Nutzer. dpa

Online-Bank Comdirect

Eine Software-Panne sorgte für Unmut bei den Comdirect-Kunden: Sie landeten am Montag vergangener Woche beim Einloggen auf Konten oder Depots anderer Nutzer.

FrankfurtVon der Software-Panne bei Comdirect waren nach Angaben des Online-Brokers rund 6500 Kunden betroffen. Sie landeten am Montag vergangener Woche beim Einloggen auf Konten oder Depots anderer Kunden oder mussten feststellen, dass andere Nutzer Einblick in ihr Konto hatten, wie Vorstandschef Arno Walter am Mittwoch in Frankfurt sagte. „Es ist etwas passiert, was nicht passieren darf”, betonte er. Ein materieller Schaden sei aber keinem Kunden entstanden. Nun gehe es darum, das Vertrauen der Kunden wiederzugewinnen. Online-Banking sei immer noch sicher. „Es ist nicht mehr passiert, als wenn jemand seinen Kontoauszug liegen lässt oder seine Girokarte verliert”, sagte Walter.

Größte deutsche Direktbanken nach Kundenzahl

Platz 10

Norisbank

500.000 Kunden (12/2014)

Platz 9

DAB Bank

582.000 Kunden (12/2014)

Platz 8

Advanzia Bank

660.000 Kunden (10/2015)

Platz 7

BMW Bank

770.000 Kunden (Ende 2012)

Platz 6

Consorsbank

843.000 Kunden (09/2015)

Platz 5

Mercedes-Benz Bank

1,112 Millionen Kunden (12/2014)

Platz 4

Volkswagen Bank

1,184 Millionen Kunden (12/2014)

Platz 3

Comdirect Bank

1,957 Millionen Kunden (08/2015)

Platz 2

DKB, Deutsche Kreditbank AG

3,16 Millionen Kunden (09/2015)

Platz 1

ING-Diba

7,975 Millionen Kunden (12/2015)

Quelle

modern-banking.de, Stand: Ende 2015

Bei den Kunden hatte sich der Comdirect-Chef bereits entschuldigt. Die meisten hätten Verständnis gezeigt. „Einige wenige” hätten angekündigt, ihr Konto zu kündigen, getan habe das bisher niemand, sagte Walter. Neun hätten um eine neue Kontonummer gebeten.

Der Fehler sei bei fünf Prozent der 130.000 Comdirect-Kunden aufgetreten, die in den Stunden nach dem missglückten Software-Update online waren. Alle übrigen der zwei Millionen privaten Comdirect-Nutzer seien nicht betroffen. Das System hatte Kunden, die sich innerhalb weniger Zehntelsekunden auf dem gleichen Server angemeldet hatten, fehlgeleitet, wie Walter erläuterte. Bei Sicherheitstests sei das im Vorfeld nicht erkannt worden.

Panne beim Online-Banking

So entdeckte unser Reporter den Comdirect-Gau

Panne beim Online-Banking: So entdeckte unser Reporter den Comdirect-Gau

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Comdirect hatte das Online-Bank-System neu gestartet, aber erst mehr als eine Stunde, nachdem die Bank den Fehler selbst bemerkt hatte und andere Maßnahmen nicht griffen. Comdirect prüfe noch, wie sich solche Fehler in Zukunft ausschließen ließen. Personelle Konsequenzen habe es bisher nicht gegeben. „Erst müssen wir eine klare Faktenlage haben”, sagte Walter.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×