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13.05.2016

18:20 Uhr

Commerzbank

Aktien-Wertverlust belastet Bankenrettungsfonds FMSA

Der Wertverlust der Commerzbank-Aktien hat Abschreibungen auf die Staatsbeteiligung von 275 Millionen Euro nach sich gezogen. Auch deswegen hat der Bankenrettungsfonds FMSA im vergangenen Jahr einen Verlust eingefahren.

Der Wertverlust der Aktien hat den Bankenrettungsfonds FMSA belastet. dpa

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Der Wertverlust der Aktien hat den Bankenrettungsfonds FMSA belastet.

FrankfurtDie Rettung deutscher Banken in der Finanzkrise hat den Staat bisher 22,6 Milliarden Euro gekostet. Im vergangenen Jahr ist beim Bankenrettungsfonds noch einmal ein Fehlbetrag von 685 (2015: 419) Millionen Euro aufgelaufen, wie die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) am Freitag mitteilte. Das lag nicht nur an den fälligen Zinsen, sondern auch am Wertverlust der Commerzbank -Aktien, der Abschreibungen auf die Staatsbeteiligung von 275 Millionen Euro nach sich zog. Für wie viel Geld der Steuerzahler am Ende aufkommen muss, werde sich aber erst nach der - bisher nicht absehbaren - Abwicklung des Fonds zeigen, erklärte die FMSA.

Insgesamt war der Bankenrettungsfonds Ende 2015 noch mit 15,8 Milliarden Euro engagiert - in der Spitze waren es 29,4 Milliarden. Seine Beteiligungen an Banken waren zum Stichtag noch 3,3 Milliarden Euro wert. An der Commerzbank hält der Fonds gut 15 Prozent; sie sind derzeit 1,4 Milliarden Euro wert.

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Der Ausstieg des Staates bei der Deutschen Pfandbriefbank (pbb) im Sommer 2015 hat dem Bankenrettungsfonds insgesamt 2,2 Milliarden Euro eingebracht. 1,2 Milliarden aus dem Börsengang des Nachfolgers der Hypo Real Estate (HRE) flossen allerdings erst Anfang 2016 an den Fonds zurück.

Die FMSA wird Anfang 2018 aufgespalten. Die Beteiligungen werden auf die staatliche Deutsche Finanzagentur übertragen. Die Abwicklung nicht lebensfähiger Banken übernimmt sie als Nationale Abwicklungsbehörde unter dem Dach der Finanzaufsicht BaFin.

Von

rtr

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