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19.04.2017

15:36 Uhr

Commerzbank auf Wachstumskurs

Mehr Kunden – und keine Gebühren am Automaten

Die Commerzbank hat im ersten Quartal 151.000 Kunden hinzugewonnen – und will weiter wachsen. Gebühren am Geldautomaten soll es für Neu- und Bestandskunden nicht geben, verspricht das Frankfurter Geldhaus.

Kunden der Commerzbank können auch in Zukunft an den Geldautomaten kostenlos abheben. Reuters

Commerzbank

Kunden der Commerzbank können auch in Zukunft an den Geldautomaten kostenlos abheben.

Frankfurt/MainDie Commerzbank sieht sich bei ihren Wachstumsplänen auf Kurs. Von Januar bis einschließlich März kamen unter dem Strich 151.000 Kunden hinzu. Entsprechend nahmen auch die Einlagen, das Baufinanzierungsgeschäft und das Ratenkreditneugeschäft zu. „Was das Wachstum angeht, sind wir gut aus den Startlöchern gekommen“, sagte Privatkundenvorstand Michael Mandel am Mittwoch in Frankfurt. „Ich gehe davon aus, dass wir unser Ziel von 12,5 Millionen Kunden bis zum Jahresende 2017 erreichen werden.“

Bis 2020 will die Commerzbank zwei Millionen zusätzliche Kunden gewinnen. Seit Bekanntgabe der Pläne im Herbst hat das Geldhaus netto 288.000 Kunden angezogen. Dabei half auch ein ausgeklügeltes System fürs Online-Marketing, das Interessenten per E-Mail gezielt auf bestimmte Produkte hinweist. Seit April 2016 kamen den Angaben zufolge auf diesem Wege 100.000 Kunden frisch zur Commerzbank. Die Filiale sei aber weiterhin der wichtigste Anlaufpunkt, sagte Mandel: „70 Prozent des Kundenwachstums kommt aus der Filialbank.“

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Um für Neukunden attraktiv zu sein, will die Commerzbank weiterhin keine Gebühren fürs Geldabheben am Automaten einführen. „Da sind wir sehr klar: Wir werden nicht unseren Kunden erklären, warum unsere Kunden von ihrem Konto ihr Geld abheben und dafür Geld bezahlen. Das finde ich völlig absurd. Das werden wir nicht machen“, betonte Privatkundenchef Mandel.

Natürlich verursache die Bargeldlogistik Kosten: „Es gibt Wettbewerber, die unser breites Netz nutzen. Dass wir Fremdkunden anders behandeln als eigene Kunden, finde ich völlig in Ordnung.“ Die sogenannte Cash Group als Zusammenschluss der privaten Banken in Deutschland - Commerzbank, Deutsche Bank, Hypovereinsbank, Postbank - mit ihren 9.000 Geldautomaten halte er derzeit für eine gute Lösung.

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Weil der Branche wegen der Zinsflaute Erträge wegbrechen, drehen etliche Institute an der Gebührenschraube. Recherchen des Finanzportals Biallo zufolge verlangen etwa 40 Sparkassen und ersten Ergebnissen zufolge ungefähr 150 Volksbanken von einem Teil ihrer Kunden - je nach Kontomodell - Gebühren fürs Abheben von Bargeld. Manche Institute gewähren Kunden im Monat bis zu fünf kostenlose Abhebungen, andere kassieren gleich beim ersten Mal. Bei den großen Privatbanken ist die Bargeldversorgung am Automaten für eigene Kunden und „Cash Group“-Kunden nach wie vor kostenlos.

Von

dpa

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