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23.03.2017

16:05 Uhr

Commerzbank

Bescheidene Gewinnziele für 2017

Anfang Mai 2016 übergab Martin Blessing den Chefposten bei der Commerzbank an Martin Zielke. Für sein erstes volles Geschäftsjahr kündigt Zielke stagnierende Gewinne an. Sein Gehalt entspricht etwa dem seines Vorgängers.

Der seit Mai amtierende Vorstandschef verdiente 2016 insgesamt 1,7 Millionen Euro. dpa

Martin Zielke

Der seit Mai amtierende Vorstandschef verdiente 2016 insgesamt 1,7 Millionen Euro.

FrankfurtDie Commerzbank stellt sich wegen ihrer laufenden Umstrukturierung auf einen stagnierenden Gewinn in diesem Jahr ein. Der Überschuss werde „in der Größenordnung des Vorjahres“ liegen, hieß es in dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht. 2016 hatte die zweitgrößte deutsche Bank unter dem Strich 279 Millionen Euro erwirtschaftet, musste dabei aber Abschreibungen von gut 620 Millionen Euro auf den Wert der Dresdner Bank verkraften. Die Prognose der Bank liegt auf dem Niveau der Erwartungen von Analysten.

Im laufenden Jahr wird ein Teil der auf 1,1 Milliarden Euro veranschlagten Kosten für die Streichung von netto 7300 Stellen und für die Zusammenlegung des Firmenkundengeschäfts mit dem Investmentbanking das Ergebnis belasten. Wie stark, hängt von den Gesprächen mit den Betriebsräten ab, die in den nächsten Wochen beginnen sollen. Im vergangenen Jahr ist die Belegschaft bereits um gut 1400 auf unter 50.000 geschrumpft, zum Teil noch im Rahmen als Ergebnis vorheriger Abbauprogramme.

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„Wir wollen unsere Bank dauerhaft wetterfest machen und Komplexität reduzieren“, erklärte Vorstandschef Martin Zielke, der sein Amt im Mai 2016 angetreten hatte. Der Umbau werde sich zwar erst in den Folgejahren auszahlen, die Bank strebe aber für 2017 „eine verbesserte Ertrags- und Ergebnisqualität“ an. 2016 hatte die Commerzbank massiv von Sondererträgen aus dem Verkauf von Anteilen an Visa Europe und von einem Vergleich über die Anleihen der ehemaligen Hypo Alpe Adria (HGAA) profitiert. Für den Zins- und den Provisionsüberschuss rechnet die Bank jeweils mit leichten Zuwächsen. Insgesamt dürften die operativen Erträge aber schrumpfen, die Kosten dagegen stabil bleiben.

Die Übernahme des Chefpostens hat sich für Zielke bereits ausgezahlt. Er verdiente 2016 – als er die ersten vier Monate noch Privatkunden-Vorstand war – insgesamt 1,71 Millionen Euro, wie aus dem Vergütungsbericht hervorgeht. Ein Jahr zuvor waren es 1,11 Millionen Euro gewesen. Sein Vorgänger Martin Blessing war 2015 auf 1,91 Millionen gekommen. Anfang Mai übergab er den Staffelstab an Zielke und wechselte zur Schweizer Bank UBS. Insgesamt kosteten die Vorstandsmitglieder die Commerzbank im vergangenen Jahr 8,7 (2015: 8,4) Millionen Euro. Zum Vergleich: Deutsche-Bank-Chef John Cryan verdiente im vergangenen Jahr 3,8 Millionen Euro. Er verzichtete angesichts der Lage des Instituts auf Bonus-Zahlungen. Bei Zielke lag der variable Gehaltsanteil bei rund 400.00 Euro.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Lothar Bitschnau

23.03.2017, 13:52 Uhr

Bescheiden Einkommen Im Vergleich zu
den Spitzengehältern im Fußball und Golfsport.

Herr Thomas Behrends

23.03.2017, 13:54 Uhr

Schön, dass es sich für Zielke ausgezahlt hat.

Für die Aktionäre hingegen nicht ...

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