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15.01.2015

12:05 Uhr

Commerzbank

Blessing streicht ganze Führungsebene

VonYasmin Osman

ExklusivDie Commerzbank plant den Großumbau: Das zweitgrößte deutsche Geldhaus will den Vertrieb des Privatkunden- und Mittelstandsgeschäfts neu organisieren. Eine komplette Führungsebene wird damit gestrichen.

Martin Blessing: Die Commerzbank plant unter dem Vorstandschef einen radikalen Umbau des Vertriebs. dpa

Martin Blessing: Die Commerzbank plant unter dem Vorstandschef einen radikalen Umbau des Vertriebs.

FrankfurtDie Commerzbank plant den wohl größten organisatorischen Umbau seit der Integration der Dresdner Bank vor sechs Jahren: Das Institut will den Vertrieb des Privatkunden- und Mittelstandsgeschäfts neu organisieren und dabei eine Führungsebene streichen. Damit fallen also 160 Positionen allein im Privatkundengeschäft weg.

„Als wir noch 1600 Filialen hatten, waren vier Führungsebenen gerechtfertigt, jetzt ist das nicht mehr der Fall – zumal die Zahl der Filialen tendenziell eher sinken als zunehmen wird“, sagte Privatkunden-Vorstand Martin Zielke im Interview mit dem Handelsblatt.

Das sind die größten Banken Deutschlands

Platz 10 – Postbank

Bilanzsumme 2013 der Deutsche-Bank-Tochter: 161,5 Milliarden Euro

Platz 9 – Helaba

Bilanzsumme 2013 der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale: 178,1 Milliarden Euro.

Platz 8 – NordLB

Bilanzsumme 2013 der Norddeutschen Landesbank: 200,8 Milliarden Euro

Platz 7 – BayernLB

Bilanzsumme 2013 der Bayerischen Landesbank: 255,6 Milliarden Euro

Platz 6 – LBBW

Bilanzsumme 2013 der Landesbank Baden-Württemberg: 273,5 Milliarden Euro

Platz 5 – Unicredit

Bilanzsumme 2013 der Unicredit (inkl. Hypo-Vereinsbank): 290 Milliarden Euro

Platz 4 – DZ Bank

Bilanzsumme 2013 der Deutschen Zentral-Genossenschaftsbank: 387 Milliarden Euro

Platz 3 – KfW

Bilanzsumme 2013 der KfW-Bankengruppe: 464,8 Milliarden Euro

Platz 2 – Commerzbank

Bilanzsumme 2013: 549,7 Milliarden Euro

Platz 1 – Deutsche Bank

Bilanzsumme 2013: 1611,4 Milliarden Euro

Quelle: Die Bank/Statista

Nach der Dresdner-Bank-Übernahme habe die Bank die Zahl der Filialen von 1600 auf 1100 reduziert. „An den Führungsebenen darüber haben wir bislang aber nichts geändert“, sagte Zielke. Das wird sich nun ändern.

Künftig wird es bundesweit fünf regionale Verantwortungsbereiche im Vertrieb geben, die von fünf Bereichsvorständen geführt würden. Darunter wird es nicht mehr 25 Gebietsfilialleiter und rund 200 Regionalfilialleiter sowie Leiter Wealth Management geben, sondern 65 Niederlassungsleiter. „Damit entfällt eine komplette Führungsebene im Vertrieb“, so Zielke.

Mit der strafferen Führungsstruktur will die Commerzbank vor allem Geschäftsprozesse beschleunigen. Das ist der wachsenden Bedeutung von digitalen Angeboten geschuldet. „Digitalisierung bedeutet auch Beschleunigung. Bislang dauert es aber zu lange, bis wir Veränderungen umsetzen“, sagte er.

Kommentare (4)

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Herr wulff baer

15.01.2015, 14:32 Uhr

Hoffentlich hat er auch an sich selber gedacht.

Herr Manfred Zimmer

15.01.2015, 15:58 Uhr

Herr Blessing, als Steuerzahler frage ich Sie: Wo ist mein Geld?

Herr Manfred Zimmer

15.01.2015, 18:50 Uhr

Was macht denn Blessing da?

Hammerstein gibt möglicherweise die Interpretation:

„Ich unterscheide vier Arten. Es gibt kluge, fleißige, dumme und faule Offiziere. Meist treffen zwei Eigenschaften zusammen. Die einen sind klug und fleißig, die müssen in den Generalstab. Die nächsten sind dumm und faul; sie machen in jeder Armee 90 % aus und sind für Routineaufgaben geeignet. Wer klug ist und gleichzeitig faul, qualifiziert sich für die höchsten Führungsaufgaben, denn er bringt die geistige Klarheit und die Nervenstärke für schwere Entscheidungen mit. Hüten muss man sich vor dem, der gleichzeitig dumm und fleißig ist; dem darf man keine Verantwortung übertragen, denn er wird immer nur Unheil anrichten.“

(http://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_von_Hammerstein-Equord)

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