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12.02.2015

07:54 Uhr

Commerzbank-Zahlen

Profitabel, aber nicht profitabel genug

Die Commerzbank konnte ihren Gewinn im vergangenen Jahr kräftig steigern. Das reicht jedoch nicht, die eigenen ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Auch die Dividende bleibt aus. Es bleibt wieder einmal nur eins: sparen.

Die Frankfurter legten gute Zahlen vor, erfüllten die externen Erwartungen – aber nicht die eigenen Ansprüche. dpa

Commerzbank macht Gewinn

Die Frankfurter legten gute Zahlen vor, erfüllten die externen Erwartungen – aber nicht die eigenen Ansprüche.

Frankfurt/DüsseldorfDie Commerzbank hat das Jahr 2014 besser abgeschlossen als erwartet. Im Schlussquartal kletterte der Nettogewinn auf 77 (Vorjahr: 64) Millionen Euro, wie Deutschlands zweitgrößtes Geldhaus am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten dagegen für das vierte Quartal im Schnitt mit einem Gewinnrückgang gerechnet. Der Commerzbank half allerdings eine niedrigere Risikovorsorge, die Rückstellungen konnten von 451 Millionen auf 308 Millionen Euro reduziert werden. Diese Rückstellungen sind Aufwendungen, die entsprechend den Gewinn belasten. Die Eigenkapitalquote sank minimal von 9,6 Prozent im dritten Quartal auf 9,5 Prozent Ende 2014. Das Konzernziel liegt zwischen neun und zehn Prozent.

Im Gesamtjahr legte der Überschuss umso deutlicher zu. Er liegt mit 602 Millionen Euro etwas über den Markterwartungen. Im Vorjahr standen hier lediglich 81 Millionen. Das Operative Ergebnis vor Steuern kletterte sogar um 40 Prozent auf eine Milliarde Euro. „In einem herausfordernden Umfeld sind wir weiter gewachsen, haben mehr Kredite vergeben und Marktanteile gewonnen“, zog Vorstandschef Martin Blessing Bilanz. Die internen Vorgaben jedoch planten mit einem Konzernüberschuss von 1,3 Milliarden Euro.

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Die Commerzbank macht Kostensenkungen zur Daueraufgabe. Das verunsichert die Mitarbeiter; und die Erträge bleiben zugleich hinter den internen Prognosen zurück. Das Institut prüft nun weitere Jobverlagerungen.

Wie erwartet fällt die Dividende aus. Seit 2007 gehen die Aktionäre damit diesbezüglich leer aus. Vor Ausbruch der Finanzkrise gab es zuletzt einen Euro pro Aktie. Zwar kündigte der Vorstandsvorsitzende Martin Blessing an, dass in Zukunft solle es wieder eine Dividende geben. Einen konkreten Zeitrahmen gibt es dafür jedoch nicht.

Die Commerzbank steckt weiter in einer umfassenden Umstrukturierung. Nach harten personellen Einschnitten setzt das Institut inzwischen auf kleinere, aber andauernde Maßnahmen, um sich profitabler zu schrumpfen. Das sehr traditionelle Kredit-Kerngeschäft wird durch die anhaltende Niedrigzinsphase belastet. Um die ambitionierten Ziele zu erreichen, sucht die Coba nach Sparpotentialen und Synergien.

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