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14.06.2012

20:16 Uhr

Crédit Agricole

Bank erwägt Pleite von Hellas-Tochter

Crédit Agricole bereitet sich auf den Austritt der Griechen aus der Euro-Zone vor. Die griechische Tochter Emporiki verkauft einige Spartenanteile an die französische Mutter. Auch eine Pleite wird bereits durchgerechnet.

Emporiki-Filiale in Athen. AFP

Emporiki-Filiale in Athen.

ParisDie französische Großbank Crédit Agricole bereitet sich verstärkt auf einen möglichen Euro-Austritt Griechenlands vor. Die griechische Tochter Emporiki gab am Donnerstag an, Anteile an albanischen, bulgarischen und rumänischen Sparten an die Mutter zu übertragen. Damit sei aber bereits 2009 begonnen worden.

Der Schritt ist ein weiteres Anzeichen dafür, dass Crédit Agricole das Risiko für den Fall reduziert, das Reformgegner am Sonntag die Wahl gewinnen und das Land aus dem Währungsraum ausscheiden könnte. „Das zeigt ganz eindeutig, dass sie sich ernsthaft auf einen Austritt vorbereiten", sagte KBW-Analyst Jean-Pierre Lambert.

Alle Verbindungen zur griechischen Tochter zu kappen, wäre eine der Möglichkeiten der Franzosen für den Ernstfall namens „Grexit". Der Transfer „guter" Vermögensteile von Emporiki an das französische Institut gilt als naheliegender Schritt. Nach einem Bericht des „Wall Street Journal" spielt Crédit Agricole sogar schon eine Pleite von Emporiki durch. Dies würde mit Abschreibungen von rund fünf Milliarden Euro einhergehen, berichtete das Blatt unter Berufung auf eine mit den Überlegungen vertraute Person. Die Bank wollte den Bericht nicht kommentieren.

Die Griechen wählen am Sonntag ein neues Parlament. Sollten die Reformgegner gewinnen, wird Experten zufolge ein Austritt des Krisenstaates aus der Euro-Zone wahrscheinlicher.

Von

rtr

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