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24.04.2015

17:41 Uhr

Credit Suisse

Aktionäre verpassen Brady Dougan einen Denkzettel

Nur noch zwei Drittel der Credit-Suisse-Aktionäre haben dem Vergütungsbericht von Konzernchef Brady Dougan zugestimmt. Ein Kleinanleger warf dem scheidenden Amerikaner „Gehaltsexzesse“ vor.

Der scheidende Credit-Suisse-Chef Brady Dougan ist auf der Jahreshauptversammlung des Instituts scharf für sein Gehalt kritisiert worden. ap

Aktionäre begehrten auf

Der scheidende Credit-Suisse-Chef Brady Dougan ist auf der Jahreshauptversammlung des Instituts scharf für sein Gehalt kritisiert worden.

ZürichDie Credit-Suisse -Aktionäre haben dem scheidenden Konzernchef Brady Dougan eine Ohrfeige verpasst. Auf der letzten Jahresversammlung des Amerikaners am Freitag in Zürich sprachen sich nur noch zwei Drittel der Anteilseigner für den Vergütungsbericht aus, nachdem es im Vorjahr noch 81 Prozent waren.

Dougan erhält für das Vorjahr 9,7 Millionen Franken an Grundlohn und Bonus, obwohl die zweitgrößte Schweizer Bank wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung zu einer Milliarden-Strafe verdonnert worden war.

Der einflussreiche US-Aktionärsberater ISS hatte seinen Kunden im Vorfeld der Versammlung bei der nicht bindenden Lohn-Abstimmung zu einer Ablehnung geraten.

Credit Suisse habe die Erhöhung von Dougans Grundlohn um 20 Prozent nur unzureichend begründet. Die Löhne der Spitzenmanager bei Credit Suisse gehörten bereits zu den höchsten unter den europäischen Großbanken, erklärte ISS.

Dougan musste sich immer wieder gegen Vorwürfe wehren, er sei ein Abzocker, nachdem er vor fünf Jahren einen Rekordlohn von 90 Millionen Franken eingestrichen hatte. Im Juni übernimmt Tidjane Thiam das Steuer bei Credit Suisse.

Ein Kleinaktionär forderte den nicht anwesenden Thiam auf, sich mit den „Gehaltsexzessen“ seines Vorgängers auseinanderzusetzen. Der aus Afrika stammende Manager ist zurzeit Konzernchef des britischen Versicherers Prudential.

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