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03.04.2017

12:55 Uhr

Credit Suisse nach Razzien

Schweizer Großbank wirbt um Vertrauen

Nach drei Razzien in unterschiedlichen Büros der Credit Suisse vergangenen Donnerstag, ist die Schweizer Großbank nun um Schadensbegrenzung bemüht. Niederländische Behörden haben Hinweise auf 55.000 verdächtige Konten.

Die Credit Suisse ist eines der größten Geldhäuser der Schweiz und weltweit tätig. Reuters, Sascha Rheker

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Die Credit Suisse ist eines der größten Geldhäuser der Schweiz und weltweit tätig.

ZürichMit einer breit angelegten Anzeigenkampagne bemüht sich die Credit Suisse nach den Razzien in drei ihrer Büros um Schadensbegrenzung. „Credit Suisse verfolgt gegenüber Steuerhinterziehung eine Nulltoleranzpolitik“, hieß es in einer doppelseitigen Anzeige der zweitgrößten Schweizer Bank in der „Financial Times“ (Montagsausgabe). Ähnliche Beteuerungen waren zuvor bereits in „Sunday Times“, „Sunday Telegraph“ und „Observer“ zu lesen. Auch in französischen und niederländischen Zeitungen druckte die Bank entsprechende Inserate ab.

In Zusammenhang mit einer breit angelegten Jagd auf Steuersünder hatten die lokalen Behörden am Donnerstag Büros der Credit Suisse in London, Paris und Amsterdam durchsucht. Zuvor hatten die niederländischen Behörden Hinweise auf 55.000 verdächtige Konten einer Schweizer Bank erhalten. Doch auf diese Zahl kann sich die Credit Suisse nach eigener Aussage keinen Reim machen. Das Institut habe in der europäischen Vermögensverwaltung gar nicht so viele Konten, erklärte der Leiter des internationalen Vermögensverwaltungsgeschäfts der Bank, Iqbal Khan, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

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Behörden aus den Niederlanden, Frankreich und Großbritannien gehen offenbar dem Verdacht auf Steuerhinterziehung und Geldwäsche nach. Die Großbank Credit Suisse will kooperieren. Der Vorgang kommt nicht ganz unerwartet.

Die Credit Suisse habe ihre europäischen Kunden ab 2011 aufgefordert, zu belegen, dass sie auf der Bank kein Schwarzgeld hätten, hieß es in den Inseraten. „In der Folge hat die Bank Beziehungen mit Kunden beendet, die keinen Nachweis erbrachten, dass sie ihre Steuern bezahlt haben.“ Dies habe zu bedeutenden Abflüssen von Kundengeldern geführt. Das Geldhaus wolle keine Geschäftsbeziehung mit Kunden unterhalten, die nicht bereit seien, den geforderten Nachweis zu erbringen.

Für viele Schweizer Banken war das Verwalten von unversteuertem Vermögen jahrzehntelang ein wichtiges Standbein. Nach der Finanzkrise begannen aber ausländische Behörden gegen die lukrative Praxis vorzugehen. Nur mit der Bezahlung von Milliardenbeträgen konnten sich die Institute freikaufen. Zumindest für Europa und die USA ging die Bank bisher davon aus, dass sie dieses Thema nun zu den Akten legen kann.

Von

rtr

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