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02.02.2016

14:44 Uhr

Cryan muss kämpfen

Danske Bank überholt die Deutsche Bank

Die Deutsche Bank mag das größte Geldhaus Deutschlands sein, in Europa jedoch fällt sie immer weiter zurück. Dank guter Bilanzzahlen ist mittlerweile sogar die dänische Danske Bank an ihr vorbeigezogen.

Die gute Bilanz treibt auch den Aktienkurs nach oben. Reuters

Die Danske Bank im Aufwind

Die gute Bilanz treibt auch den Aktienkurs nach oben.

Düsseldorf22,6 Milliarden Euro – das ist die Marktkapitalisierung der Deutschen Bank. Vor etwas mehr als einem Jahr war die größte Bank Deutschlands noch doppelt soviel wert. Vor allem der Rekordverlust der Deutschen Bank von fast sieben Milliarden Euro nagt am Firmenwert des Finanzinstituts. Die Aktien haben nicht zuletzt deswegen allein seit Jahresanfang 27,5 Prozent verloren.

24,9 Milliarden Euro hingegen ist die Dankse Bank wert. Damit überholt sie hinsichtlich der Marktkapitalisierung die Deutsche Bank. Das größte Geldhaus Dänemarks kann im Gegensatz zur größten Bank Deutschlands auf starke Zahlen bauen. Der Gewinn vor Steuern übertraf im vierten Quartal mit 866 Millionen Kronen (116 Millionen Euro) sogar die Erwartungen der Analysten. Sie hatten im Vorfeld mit einem Vorsteuergewinn in Höhe von 615 Millionen Kronen gerechnet.

Stellenabbau-Pläne europäischer Großbanken

Barclays

Derzeit: 132.300 Mitarbeiter

Abgebaut werden: 19.000 Stellen bis 2016

Bei Barclays waren zunächst 30.000 Stellen im Gespräch, die wurden jedoch nicht bestätigt. Der Plan sieht vor 19.000 Stellen bis 2016 zu streichen.

Credit Suisse

Derzeit: 140.000 Stellen

Abgebaut werden: 19.000 Stellen

Deutsche Bank

Derzeit: 103.000 (nach geplanter Festeinstellung externer Kräften)

Abgebaut werden: 26.000 Stellen (ein Großteil durch Verkauf der Postbank)

HSBC

Derzeit: 259.834 Mitarbeiter

Abgebaut werden: 50.000 Stellen bis 2017

Standard Chartered

Derzeit: 84.000 Mitarbeiter

abgebaut werden: 15.000 Stellen

Unicredit

Derzeit: 146.600 Mitarbeiter

Abgebaut werden: 18.200 Stellen, 6.000 davon durch die Abspaltung der Fondsgesellschaft Pioneer und den Verkauf der Ukraine-Tochter

Dank der guten Bilanz will die Danske Bank das Volumen ihres Aktienrückkaufprogramms verdoppeln. Geplant ist nun, Aktien im Wert von neun Milliarden Kronen (1,2 Milliarden Euro) zurückzukaufen. Das Programm soll bis Februar kommenden Jahres andauern. An der dänischen Börse kamen die Bilanz und die Pläne zum Aktienrückkaufprogramm gut an. Die Dankse Bank legte am Dienstag 3,5 Prozent zu und vergrößert damit hinsichtlich der Marktkapitalisierung den Abstand zur Deutschen Bank, die heute drei Prozent nachgaben.

„Wir haben unsere Kundenbeziehungen verbessert und einige Neuerungen eingeführt, die unseren Kunden das Daily-Banking und die Entscheidungsfindung in wichtigen Finanzfragen vereinfachen“, erklärt Thomas Borgen, Geschäftsführer der Danske Bank den Erfolg des dänischen Geldhauses.

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