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27.10.2015

12:35 Uhr

Cryan und die Infrastruktur

Deutsche Bank kämpft mit ramponierter IT

In zwei Tagen wird die neue Strategie der Deutschen Bank bekannt gegeben. Schon jetzt deutet sich an, wo die Schwerpunkte liegen. Dem Co-Chef John Cryan ist zum Beispiel die technische Infrastruktur ein Dorn im Auge.

Ein Kran und die Deutsche-Bank-Zentrale spiegeln sich in einer Pfütze: Umbau ist nicht nur in der IT-Abteilung angesagt. dpa

Frankfurt

Ein Kran und die Deutsche-Bank-Zentrale spiegeln sich in einer Pfütze: Umbau ist nicht nur in der IT-Abteilung angesagt.

FrankfurtDer neue Co-Chef John Cryan will die veraltete und zerstückelte IT der Deutschen Bank schnell auf Vordermann bringen. Wie die „Financial Times“ berichtet, werde Cryan dies zu einer der Top-Prioritäten bei der neuen Strategie für Deutschlands größtes Geldhaus machen. Alle Details zum neuen Fahrplan will Cryan am Donnerstag verkünden – und zwar anders als zunächst geplant auch persönlich vor der Presse, nicht nur per Telefonkonferenz.

Unter anderem hat Cryan bereits beschlossen, dass Kim Hammonds zunächst als Generalbevollmächtigte und spätestens in einem Jahr dann auch als Vorstandsmitglied die IT-Abteilung leiten wird. Die 48-Jährige war zuvor Chief Information Officer bei Boeing und arbeitet seit 2013 für die Deutsche Bank.

Erwartet wird zur Strategieverkündung am Donnerstag aber vor allem ein großes Sparprogramm, dem tausende Arbeitsplätze zum Opfer fallen dürften. Auch die Boni sollen gekürzt und die Bilanz verschlankt werden. Die schlechten Computersysteme werden für viele Effizienzprobleme verantwortlich gemacht, berichtet die Zeitung unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Die Deutsche Bank wollte sich zu den Informationen nicht äußern.

Wie groß die Probleme hier sind, hatte Cryan schon in seinem ersten Mitarbeiterbrief Anfang Juli deutlich gemacht: „Wir haben zugelassen, zu ineffizient zu sein. Mangelhafte und ineffektive Prozesse, veraltete und nicht angemessene Technologien, zu viele manuell ausgeführte Tätigkeiten und oftmals nicht zielführende Investitionen in unsere Infrastruktur haben unsere Kostenbasis steigen lassen. Dadurch wurde ein zu großer Teil unserer hart erwirtschafteten Erträge aufgebraucht“, schrieb Cryan damals.

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