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06.09.2016

13:53 Uhr

Cum-Ex-Geschäfte

Australische Bank soll 100 Millionen Euro zahlen

Als erstes ausländisches Institut soll sich die australische Bank Macquarie mit der Staatsanwaltschaft Köln geeinigt habe, 100 Millionen Euro für „Cum-Ex“-Transaktionen zu zahlen. Noch könnte der Deal aber scheitern.

Die australische Bank soll sich mit der Staatsanwaltschaft geeinigt haben. Reuters

Macquarie Bank

Die australische Bank soll sich mit der Staatsanwaltschaft geeinigt haben.

FrankfurtDie australische Bank Macquarie hat sich nach einem Zeitungsbericht im Streit um Dividenden-Steuertricks mit den deutschen Ermittlungsbehörden geeinigt. Macquarie sei als erstes ausländisches Institut bereit, etwa 100 Millionen Euro für die „Cum-Ex“-Transaktionen zu zahlen, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ am Dienstag ohne Angabe von Quellen.

Die Bank und die Staatsanwaltschaft Köln stünden kurz vor einer Einigung, bis zu einem formalen Abschluss werde es aber noch etwas dauern. Die Summe setze sich aus Steuerrückzahlungen, der Abschöpfung von Gewinnen, Zinsen und einem kleinen Bußgeld zusammen. Macquarie wollte sich nicht zu dem Bericht äußern. In Finanzkreisen hieß es, eine Einigung sei noch nicht in trockenen Tüchern.

Bisher hatten sich – soweit bekannt – nur deutsche Banken mit Staatsanwälten und Gerichten geeinigt. Unter den ersten war die Münchener HypoVereinsbank. Bei „Cum-Ex“ lassen sich Banken und ihre Kunden die einmal gezahlte Kapitalertragsteuer auf die Dividende zweimal vom Finanzamt erstatten. Das galt über Jahre als legaler Steuertrick, wird von den Behörden inzwischen aber als illegal angesehen. Einige Banken hoffen noch auf ein höchstrichterliches Urteil, das bislang aussteht.

Von

rtr

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