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18.10.2013

10:20 Uhr

Darlehen-Streit

HSBC soll 2,5 Milliarden Dollar zahlen

Ein juristischer Streit zwischen der britischen HSBC und Investoren über den Wert von Darlehen könnte die Bank Milliarden kosten. Die Ankläger warfen der Bank bereits 2002 Wertpapierbetrug vor. HSBC geht in Berufung.

Ein Gericht in Chicago gab den Anklägern recht: Die HSBC soll ihnen insgesamt 2,46 Milliarden Dollar zahlen. dpa

Ein Gericht in Chicago gab den Anklägern recht: Die HSBC soll ihnen insgesamt 2,46 Milliarden Dollar zahlen.

WilmingtonEin Rechtsstreit zwischen der britischen HSBC und Investoren über den Wert von Darlehen könnte die Bank Milliarden kosten. Ein Richter in Chicago entschied am Donnerstag nach Angaben der Anwaltskanzlei Robbins Geller Rudman & Dowd, dass Europas größte Bank den Klägern insgesamt 2,46 Milliarden Dollar zahlen müsse. Ein HSBC-Sprecher sagte, die Entscheidung werde voraussichtlich angefochten. Die Bank sehe gute Chancen, den Fall für sich zu entscheiden.

Die Sammelklage war bereits 2002 eingereicht worden. Nach Darstellung der Kläger täuschte das Unternehmen Household International Investoren unter anderem über den Wert von Darlehen und beging Wertpapierbetrug. So sollen der Chef und Finanzchef von Household International durch falsche und missverständliche Aussagen den Aktienkurs des Unternehmens in die Höhe getrieben haben. Household wurde später von HSBC übernommen.

Die zehn größten Banken der Welt

Platz 10

Platz zehn belegt die China Construction Bank, seit dem Jahr 2005 werden an der Hongkonger Börse Aktien der CCB im Wert von mehr als 8 Milliarden Dollar gehandelt.

Bilanzsumme: 2241 Mrd. US-Dollar

Platz 9

Darauf folgt die Bank of America, deren Ursprünge auf die im Jahr 1784 gegründete Bank of Massachusetts zurückgehen. Sie ist somit die zweitälteste Bank der USA.

Bilanzsumme: 2258,5 Mrd. US-Dollar

Platz 8

Die JP Morgan Chase & Co. ist, gemessen an der Bilanzsumme von mehr als 2,3 Billionen US-Dollar, die größte Bank der USA.

Bilanzsumme: 2359,1 Mrd. US-Dollar

Platz 7

Die britische Großbank Barclays wurde 2011 in einer an der ETH Zürich veröffentlichten Studie als einflussreichstes Unternehmen der Weltwirtschaft bezeichnet.

Bilanzsumme: 2420,6 Mrd. US-Dollar

Platz 6

Crédit Agricole mit Sitz in Paris ist auch durch seine Tätigkeit als Sponsor des Radsportteams Crédit Agricole weltweit bekannt.

Bilanzsumme: 2431,4 Mrd. US-Dollar

Platz 5

Die MUFG entstand 2005 aus dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen Mitsubishi Tokyo Financial Group (MTFG) und UFJ Holdings, Herzstück des Konzerns ist die Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ.

Bilanzsumme: 2488,8 Mrd. US-Dollar

Platz 4

BNP Paribas entstand 2000 durch die Fusion der Banque Nationale de Paris (BNP) und der Paribas. Zusammen mit der Société Générale und dem Crédit Lyonnais gehört sie zu den drei alten Geschäftsbanken Frankreichs.

Bilanzsumme: 2517,1 Mrd. US-Dollar

Platz 3

Die Deutsche Bank mit Sitz in Frankfurt am Main ist das nach Bilanzsumme und Mitarbeiterzahl größte Kreditinstitut Deutschlands und unterhält bedeutende Niederlassungen in London, New York City, Singapur und Sydney.

Bilanzsumme: 2655,7 Mrd. US-Dollar

Platz 2

Zweiter ist die Bank HSBC, die ihren Sitz in London hat und somit die größte Bank Europas ist.

Bilanzsumme: 2692,5 Mrd. US-Dollar

Platz 1

Die ICBC ist, gemessen an der Bilanzsumme, nicht nur die größte Bank der VR China, sondern auch die größte Bank der Welt.

Bilanzsumme: 2813,5 Mrd. US-Dollar

Nach Angaben der Anwaltskanzlei Robbins Geller Rudman & Dowd handelte es sich um eine der höchsten Strafen, die jemals in einem derartigen Verfahren verhängt wurde. Gewöhnlich enden ähnliche Streitigkeiten in einem außergerichtlichen Vergleich.

In der Vergangenheit waren immer wieder Großbanken wegen umstrittener Wertpapiergeschäfte zu Strafzahlungen verdonnert worden. Zuletzt hatten Rechtskosten etwa die US-Großbank JPMorgan in die Verlustzone gezogen. Für besonders viel Aufsehen sorgte dort etwa der Handelsskandal um den sogenannten "Wal von London". Ein Londoner Händler hatte mit riskanten Derivat-Geschäften 6,2 Milliarden Dollar in den Sand gesetzt.

Auch die Deutsche Bank muss sich immer wieder juristisch verantworten. Die Vorwürfe reichen von Zinsmanipulation über umstrittene Hypothekengeschäfte in den USA bis hin zu Bilanztricksereien.

Von

rtr

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