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26.01.2007

08:31 Uhr

Das Ende der Ära Zumwinkel

Großes Stühlerücken bei der Post

VonAxel Granzow

Gerüchte über ein vorzeitiges Ausscheiden von Postbank-Chef Wulf von Schimmelmann haben Bewegung in die Personalplanung des Logistikkonzerns gebracht. Der Abgang von Schimmelmanns läutet das Ende der Ära Zumwinkel ein.

Wulf von Schimmelmann spielt offenbar mit dem Gedanken, "dann aufzuhören, wenn es am Schönsten ist". Foto: dpa

Wulf von Schimmelmann spielt offenbar mit dem Gedanken, "dann aufzuhören, wenn es am Schönsten ist". Foto: dpa

DÜSSELDORF. Bei der Deutschen Post kommt das Personalkarussell zunehmend in Schwung. Gerüchte über ein vorzeitiges Ausscheiden von Postbank-Chef Wulf von Schimmelmann, der 60 Jahre alt wird und offenbar mit dem Gedanken spielt, „dann aufzuhören, wenn es am schönsten ist“, haben Bewegung in die Personalplanung des Logistikkonzerns gebracht. Denn auch die Vorstandsverträge von Konzernchef Klaus Zumwinkel, Brief-Chef Hans-Dieter Petram und Logistik-Chef John Allan laufen aus.

Von Schimmelmanns Vertrag ist noch bis April 2008 datiert. Als Nachfolger werden Postbank-Manager aus der zweiten Reihe gehandelt wie Hans Wolfgang Klein, der Chef des Privatkundengeschäfts der Postbank.

Zumwinkel, der im Dezember seinen 63. Geburtstag feierte, ist bis November 2008 zum Vorstandschef bestellt. Petrams Vertrag läuft im November 2007 aus. Er arbeitet mit Jürgen Gerdes, den Bereichs-Chef Brief Deutschland, bereits seinen potenziellen Nachfolger ein, wissen Experten. Petram ist ein alter Zumwinkel-Vertrauter und ebenfalls Jahrgang 1943. Allan, Jahrgang 1948, hat einen Vertrag bis Dezember 2008. Er kam von der britischen Exel und gilt als ausgesprochener Logistikexperte.

Zumwinkel wehrt bislang alle Fragen zu seinen Plänen ab. Entscheiden will er erst im Laufe des Jahres, spätestens Anfang 2008. Die launige Bemerkung „Ich mache noch ein paar Jährchen“ hat bereits Spekulationen darüber ausgelöst, ob er angesichts der schwierigen Konsolidierung der hinzugekauften Geschäfte seinen Vertrag verlängert. Doch das gilt bei Post-Insidern als eher unwahrscheinlich: Er wird sich wohl in den Aufsichtsrat verabschieden.

Bereits im Frühjahr 2008 läuft auch sein Aufsichtsratsmandat bei der Telekom aus. 2008 könnte dann das Ende der Ära Zumwinkel eingeläutet werden. Der gebürtige Rheinländer und Wahl-Kölner stand dann 18 Jahre an der Spitze der Deutschen Post. Unter seiner Führung wurde aus der ehemaligen „Schneckenpost“ der größte Logistikkonzern der Welt.

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