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19.07.2014

16:18 Uhr

Deal mit der Staatsanwaltschaft

BayernLB-Prozess vor der Einstellung

Gegen die Ex-Vorstände der BayernLB läuft ein Prozess wegen Untreue. Dieser könnte Beteiligten zufolge nun eingestellt werden. Der Staatsanwaltschaft fiel es bisher schwer belastende Beweise vorzubringen.

Das beleuchtete Logo der Bayerischen Landesbank (Bayern LB) in München. Kommende Woche sollen Sondierungsgespräche zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidigung stattfinden, berichten Eingeweihte. dpa

Das beleuchtete Logo der Bayerischen Landesbank (Bayern LB) in München. Kommende Woche sollen Sondierungsgespräche zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidigung stattfinden, berichten Eingeweihte.

MünchenIm Untreueprozess gegen den Banken-Cheflobbyisten Michael Kemmer und weitere Ex-Vorstände der BayernLB können die Angeklagten auf ein glimpfliches Ende hoffen. Die Staatsanwaltschaft München und die Verteidigung wollen einen möglichen Deal über eine Einstellung des Gerichtsverfahrens ausloten, wie mehrere Prozessbeteiligte der Nachrichtenagentur Reuters am Samstag sagten. „Die ersten Sondierungsgespräche sollen in der zweiten Wochenhälfte beginnen“, sagte einer der Insider.

Von der Staatsanwaltschaft war am Samstag keine Stellungnahme zu erhalten. Sie beschuldigt den heutigen Bankenverbands-Geschäftsführer Kemmer und fünf seiner früheren Vorstandskollegen, sie hätten die Hypo Alpe Adria 2007 blindlings gekauft und damit Geld der Bayerischen Landesbank veruntreut.

Die Kärntner Bank entpuppte sich als marode und wurde 2009 von Österreich notverstaatlicht - ein Milliardendesaster für die Steuerzahler in Bayern und Österreich. Die Angeklagten haben eine wirtschaftliche Fehlentscheidung eingeräumt, aber strafbare böse Absichten bestritten. Die Verteidiger streben Freisprüche an.

Ob es nun zu einer Einigung komme, beispielsweise zu einer Einstellung gegen Geldauflagen, werde sich frühestens im Laufe des Sommers zeigen, sagte ein beteiligter Jurist: „Wir stehen erst ganz am Anfang.“ Zuvor hatte die „Süddeutsche Zeitung“ von Plänen der Staatsanwaltschaft berichtet, bei einem Deal den Untreuevorwurf gegen alle Angeklagten fallenzulassen und lediglich die Ex-Vorstände Werner Schmidt und Rudolf Hanisch wegen Korruption zu belangen. In Verteidigerkreisen hieß es nun allerdings, es sei auch fraglich, ob der Korruptionsvorwurf haltbar sei.

Kommentare (1)

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Herr reiner tiroch

21.07.2014, 10:55 Uhr

und wenn dann endlich alle Verbrecher und verursacher erlöst sind, fahren alle zum Papst, oder was?

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