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05.11.2011

09:00 Uhr

Derivate

Buffett verliert Milliarden - und macht trotzdem Gewinn

US-Investor Warren Buffett hat in der Krise zwei Milliarden Dollar mit Derivaten verloren. Trotzdem macht seine Investmentfirma satte Gewinne. Denn der US-Börsenguru hat ein Gespür für Goldgruben.

US-Investor Warren Buffet. Reuters

US-Investor Warren Buffet.

New YorkDie Investmentfirma von Börsenguru Warren Buffett hat in den jüngsten Marktturbulenzen binnen drei Monaten mehr als zwei Milliarden Dollar mit Derivaten verloren. Das war fast drei Mal so viel wie vor einem Jahr. Das Finanz-Konglomerat Berkshire Hathaway schloss das dritte Quartal dennoch mit einem Netto-Gewinn von 2,3 Milliarden Dollar ab, nach knapp drei Milliarden Dollar im Vorjahr. In der Kasse lagen zum Ende des Vierteljahrs knapp 35 Milliarden Dollar, rund 13 Milliarden Dollar weniger als Ende Juni. In den drei Monaten bis Ende September kaufte Berkshire den Chemie-Produzenten Lubrizol und investierte fünf Milliarden Dollar in die Bank of America. 

Positiv entwickelten sich Buffetts Investitionen in der Rückversicherungsbranche, die die deutlichen Einbußen beim Autoversicherer Geico mehr als wettmachten. Zudem erwies sich auch sein zweitgrößtes Investment wieder als Goldgrube: Die Burlington Northern Railroad steuerte ein fast zehn Prozent höheres Ergebnis bei als vor einem Jahr.

Von

rtr

Kommentare (13)

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hg67

05.11.2011, 09:47 Uhr

hat Buffet früher nicht immer Derivate als Teufelszeug verschrieen? Das zeigt, das auch er grtrieben wird durch hohe Renditeerwartungen seiner Anleger, die sich nun mal nicht immer erfüllen lassen.. Wenn man sich mal die verlorenen Summen anschaut, so muss einem Normalbürger/-verdiener doch schlecht werden

Kea

05.11.2011, 16:14 Uhr

Wer behauptet, dass Derivate Massenvernichtungswaffen sind, hat ganz besonders das Recht, wenn nicht gar die Pflicht, durch den Handel mit solchen Produkten massenhaft Geld zu verlieren.

Account gelöscht!

05.11.2011, 17:12 Uhr

Warren Buffett ist der genialste Value-Investor aller Zeiten.
Soweit ich informiert bin, hat er nicht direkt die Derivaten erworben, sondern er kaufte eine Versicherungsgesellschaft (Ich glaube sie hieß General Re, in deren Bücher sich Derivate versteckt hielten. Die Angelegenheit kam erst später raus. Das war auch der Grund warum 2003 Buffett diese Papiere als finanzielle Massenvernichtunswaffen bezeichnete. Er reduzierte rechtzeitig ein Großteil dieser Papiere. In dieser Sache ist auch sehr wichtig zu erwähnen: Buffett hat nicht seine Verluste sozialisiert, wie es viele Banken(Citibank) und Versicherungen(AIG) es taten.

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