Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.02.2004

09:26 Uhr

Deutlich weniger Risikovorsorge

Deutsche Bank verdreifacht den Gewinn

Die Deutsche Bank hat ihren Nettogewinn im vergangenen Jahr erwartungsgemäß auf 1,4 Mrd. Euro mehr als verdreifacht und ist nach den Worten von Bankchef Josef Ackermann verhalten optimistisch für 2004.

Die Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt. Foto: dpa

Die Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt. Foto: dpa

HB FRANKFURT. Voraussetzung für eine gute Geschäftsentwicklung sei aber, dass Finanzmärkte und Weltwirtschaft mitspielten. Nach einem passablen Schlussquartal will die Bank die Dividende anheben. Der Vorstand schlägt vor, die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr um 15 Prozent auf 1,50 Euro zu erhöhen.

Bei der Aufholjagd zu den internationalen Top-Banken scheint der deutsche Branchenprimus zunächst auf sich allein gestellt: Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters hatte es zuletzt im Januar Vorgespräche mit der Citigroup gegeben. Da Ackermann aber eine Übernahme durch das US-Institut für politisch nicht machbar halte, habe er die Kontakte wieder abgebrochen. Citi-Chef Charles Prince sagte am Donnerstag (Ortszeit) in Singapur, er wolle keine Transaktionen, die sein Haus fundamental veränderten, könnte sich aber strategische Ergänzungen vorstellen.

Analysten betonten, die Deutsche Bank könne - anders als etwa die Commerzbank - ohne weiteres selbstständig bleiben. Zum Vergleich: Die Citigroup hatte allein im Schlussquartal 2003 mit 4,76 Milliarden Dollar ein vielfaches des gesamten Jahresüberschusses der Deutschen Bank eingefahren. „Es ist zweifelhaft, ob die Citigroup die Deutsche wirklich braucht, da sie ja selber im Investmentbanking sehr stark ist“, sagte Metzler-Analyst Guido Hoymann. „Die Citigroup sucht eher nach Häusern mit einem starken Privatkunden-Geschäft.“

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×