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28.07.2016

16:52 Uhr

Deutsche Asset Management

Axa-Manager wird Deutsche-Bank-Vorstand

Die Deutsche Bank hat ihre Lücke im Vorstand geschlossen. Die Vermögensverwaltung wird künftig von Nicolas Moreau geführt werden. Der 51-Jährige ist bislang Frankreich-Chef eines Versicherungskonzerns.

Der Franzose in Diensten der Deutsche-Bank-Fondstochter stellte sich den Fragen seiner Mitarbeiter.

Nicolas Moreau

Der Franzose in Diensten der Deutsche-Bank-Fondstochter stellte sich den Fragen seiner Mitarbeiter.

Deutsche Asset Management, die Vermögensverwaltung der Deutschen Bank, bekommt einen neuen Chef. Am 1. Oktober soll Nicolas Moreau in den Vorstand der Deutschen Bank einziehen und die Sparte übernehmen.

Moreau hat die vergangenen 25 Jahre für den französischen Versicherungskonzern Axa gearbeitet. Derzeit leitet er das Frankreich-Geschäft des Unternehmens und ist Mitglied des Führungsgremiums.

Moreaus Vorgänger Quintin Price hatte das Amt bei der Deutschen Bank aus gesundheitlichen Gründen niederlegen müssen. Sein Vertrag war zum 15. Juni aufgelöst worden.

Der Vorstand der Deutschen Bank

Fakten zum Vorstand

Im Oktober 2015 hatte Vorstandschef John Cryan einen Großumbau des Vorstands angekündigt. Viele Änderungen traten zum 1. Januar 2016 in Kraft, im Laufe der Jahre 2016 und 2017 gab es einige Umbesetzungen. Zwei Frauen gehören zum Zirkel, vier Manager sind Deutsche.

John Cryan - Vorstandschef

Der Brite führt seit Juli 2015 die Deutsche Bank. An seiner Seite agierte bis Mai 2016 noch Jürgen Fitschen als Co-Vorstandschef.

Cryan war zuvor unter anderem Finanzvorstand der Schweizer Großbank UBS.

Marcus Schenck

Bis 2014 arbeitete Schenck für den Energiekonzern Eon und die Investmentbank Goldman Sachs, bevor er als Finanzvorstand zur Deutschen Bank wechselte. Er behielt beim großen Umbau im Herbst 2015 seinen Posten und wurde im März zum Stellvertreter Cryans gewählt. Er leitet nun das Unternehmens- und Investmentbanking.

Christian Sewing

Zweiter stellvertretender Vorstandsvorsitzender ist Christian Sewing. Er sitzt seit Jahresbeginn 2015 im Vorstand. Nachdem er sich zunächst um die zahlreichen Rechtsstreitigkeiten der Bank kümmerte, übernahm er im Sommer 2015 die Leitung des Privatkundengeschäfts und damit auch die Verantwortung für die Postbank. Die Position Sewings wurde weiter gestärkt, weil sein Bereich auch die Betreuung von sehr reichen Kunden übernahm.

James von Moltke

James von Moltke, früher Treasury-Chef der US-Bank Citigroup, ist neuer Chief Financial Officer.

Kim Hammonds

Die langjährige Boeing-Managerin bringt als Technologiechefin die Informationssysteme der Bank auf Vordermann. Sie hatte zunächst als Generalbevollmächtigte begonnen und rückte im August 2016 in den Vorstand.

Stuart Lewis

Der Brite war bereits vor dem großen Umbau im Jahr 2015 Risikovorstand – und ist es geblieben.

Sylvie Matherat

Die Französin war seit gut einem Jahr bei der Bank, bevor sie im Oktober 2015 in den Vorstand einzog. Sie kümmert sich um die Bereiche Regulierung, gute Unternehmensführung und Kampf gegen Finanzkriminalität.

Nicolas Moreau

Der Franzose blickt auf eine mehr als 25-jährige Karriere beim französischen Versicherungskonzern Axa zurück, wo er zuletzt das Frankreich-Geschäft leitete. Zum 1. Oktober 2016: Wechsel in den Vorstand der Deutschen Bank mit der Zuständigkeit für die Vermögensverwaltung (Deutsche Asset Management). Sein Sitz: London.

Garth Ritchie

Der britische Manager leitete vor seiner Bestellung in den Vorstand 2016 das Aktiengeschäft in London. Gemeinsam mit Marcus Schenck verantwortet er den Unternehmensbereich Unternehmens- und Investmentbank.

Karl von Rohr

Der Deutsche übernahm ab Oktober 2015 die Verantwortung für die Rechtsstreitigkeiten und das Personal. Vorher war er für das Management der globalen Regionen der Bank zuständig.

Werner Steinmüller

Der Banker arbeitet seit 1991 für das Institut und führte seit 2004 die Transaktionsbank, die etwa Zahlungsdienstleistungen und Handelsfinanzierungen anbietet.

1. August 2016: Aufstieg zum Vorstand für das Asien-Geschäft mit Sitz in Hongkong.

Moreau kenne das Geschäft der Kapitalanlage genau und sei so für die neue Aufgabe geeignet, so Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Paul Achleitner. Moreau erhalte einen Drei-Jahres-Vertrag und werde von London aus arbeiten.

Bereits zum 1. August rücken Werner Steinmüller und Kim Hammonds in den Vorstand. Hammonds Berufung war bereits vor Monaten angekündigt worden, als sie zur Generalbevollmächtigten ernannt worden war. Die Amerikanerin ist für die Informationstechnologie des Hauses zuständig und muss eine in Teilen veraltete Technik auf den Vordermann bringen.

Deutsche Bank: Cryan verkündet drastischen Gewinnrückgang

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Deutschlands größte Bank hat im zweiten Quartal nach Steuern nur einen Mini-Gewinn erzielt. Vorstandschef John Cryan zeigt sich dennoch „zufrieden mit unseren Fortschritten“ – und deutet mögliche weitere Einsparungen an.

Steinmüller wird für das Asiengeschäft zuständig sein und weiter als Aufsichtsratschef der Postbank fungieren. Sein Sitz wird in Hongkong sein. Der Banker arbeitet seit 1991 für das Institut und führt seit 2004 die Transaktionsbank, die etwa Zahlungsdienstleistungen und Handelsfinanzierungen anbietet.

„Mit Werner Steinmüller haben wir einen sehr erfahrenen und geschätzten Banker damit betraut, unser Asiengeschäft weiter auszubauen“, so Aufsichtsratschef Achleitner. „Er ist ein langjähriger Kenner dieser wichtigen Wachstumsregion.“

Der Deutsche-Bank-Vorstand besteht damit aus elf Mitgliedern.

Erträge der Geschäftsfelder der Deutschen Bank (in Milliarden Euro)
2. Quartal 2016Veränderung zu 2. Quartal 2015
Global Markets (Kapitalmarktgeschäft)2,4-28%
Corporate & Investment Banking1,9-12%
Private, Wealth & Commercial Clients1,9-11%(ohne zum Verkauf stehenden Hua-Xia-Bank-Anteil: -5%)
Deutsche Asset Management0,7-8%
Postbank0,913%Begünstigt durch Verkauf der Beteiligung an Visa Europe

Von

mdo

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