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20.10.2011

14:39 Uhr

Deutsche Bank

Ackermann sagt Prüfung von Rohstoff-Spekulationen zu

Nach harscher Kritik der Organisation Foodwatch will Josef Ackermann Rohstoff-Spekulationen prüfen lassen. Kein Geschäft sei es wert, den guten Ruf der Deutschen Bank aufs Spiel zu setzen, so der Bank-Chef.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann im Marriott-Hotel in Frankfurt am Main. dpa

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann im Marriott-Hotel in Frankfurt am Main.

BerlinDie Deutsche Bank will nach Angaben ihres Chefs Josef Ackermann ihr Engagement bei Rohstoff-Spekulationen überprüfen. Dies kündigte Ackermann als Reaktion auf Kritik der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch in einem auf Mittwoch datierten Brief an Foodwatch-Chef Thilo Bode an.

Er teile das „Betrübnis darüber, dass viele Menschen auf dieser Welt immer noch in Armut leben und Hunger leiden müssen“, so Ackermann darin. Die Deutsche Bank werde den von Foodwatch veröffentlichten Bericht „Die Hungermacher“ „gründlich prüfen“ und gegebenenfalls „entsprechende Konsequenzen“ daraus ziehen, hieß es in dem Schreiben, das der Nachrichtenagentur afp am Donnerstag vorlag.

Der am Dienstag vorgestellte Foodwatch-Bericht wirft Investmentbanken sowie Verwaltern von Pensionsfonds und Versicherungen vor, mit ihren Spekulationen mit Agrar-Rohstoffen die Nahrungsmittelpreise in die Höhe zu treiben. Sie trügen damit eine Mitschuld an Hungersnöten in den ärmsten Ländern der Welt. Die Banken kassierten Gebühren und könnten mit ihren hochspekulativen Wetten nur gewinnen - während die Ärmsten der Armen, die mit diesen Finanzprodukten überhaupt nichts zu tun hätten, ihr Essen nicht mehr bezahlten könnten.

Foodwatch forderte von der Deutschen Bank, mit gutem Beispiel voranzugehen und aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln auszusteigen. Seit Dienstag nutzten auch 12.500 Verbraucher die Möglichkeit auf der Internetseite von Foodwatch, eine Protest-E-Mail an Ackermann zu unterzeichnen.

Ackermann schrieb nun, die Fachabteilungen der Bank würden eine möglichst rasche und detaillierte Antwort auf den kritischen Bericht erarbeiten. Sollten sich dabei „ausreichende Belege“ dafür finden, dass Aktivitäten der Deutschen Bank die von Foodwatch beschriebenen Auswirkungen haben könnten, „werden wir entsprechende Konsequenzen daraus ziehen“. „Kein Geschäft ist es wert, den guten Ruf der Deutschen Bank aufs Spiel zu setzen.“

Welche Konsequenzen dies sein könnten - ob die Bank etwa tatsächlich einen Ausstieg aus derartigen Spekulationen erwägt - wollte ein Banksprecher auf Nachfrage nicht sagen. Foodwatch Chef Bode forderte das Geldinstitut auf, nun zügig zu handeln. Es gehe „nicht in erster Linie um den Ruf eines Instituts, sondern um Leid und Leben von Menschen“.

Von

afp

Kommentare (2)

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Steuerembargo

20.10.2011, 15:14 Uhr

Sprechblasen mit heißer Luft, wie immer zum Ignorieren.
Das Problem das HB entwickelt sich, wie zu Göbbels Zeiten, zum Regierungsprobagandablatt.
Zeit für objektive Altenativen die alle zu Woprt kommen lassen, wie www.steuerembargo.co.de

Steuerembargo

20.10.2011, 15:29 Uhr

Ein konträrer Berich, hier im gleichen Blatt, aber etwas mehr versteckt. Was will das HB eigentlich, fragt man sich?
"So tricksen die US-Banken ihre Anleger aus", der Link dazu hier: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/so-tricksen-die-us-banken-ihre-anleger-aus/5333244.html
www.steuerembargo.co.de

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