Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.09.2011

12:50 Uhr

Deutsche Bank

Ackermann stellt Gewinnprognose in Frage

Die europäische Finanzkrise schlägt jetzt auch auf die Deutsche Bank durch. Die Gewinnprognose für 2011 wackelt. Ob Bankchef Josef Ackermann sein Zehn-Milliarden-Ziel erreichen kann, wird immer fraglicher.

Quo vadis Deutsche Bank? Was wird aus der Gewinnprognose? dpa

Quo vadis Deutsche Bank? Was wird aus der Gewinnprognose?

ZürichDie Deutsche Bank hält ihre ehrgeizige Gewinnprognose für 2011 angesichts der Unsicherheiten an den Finanzmärkten nur noch unter Bedingungen aufrecht. Das Ziel eines oder Gewinns vor Steuern im operativen Geschäft in Höhe von zehn Milliarden Euro sei nach wie vor möglich, sagte Bankchef Josef Ackermann laut einer im Internet veröffentlichten Präsentation am Donnerstag vor Analysten. Allerdings müssten sich dafür die Kapitalmärkte in Europa erholen. Zudem müsse es Fortschritte bei der Lösung der Schuldenkrise in der Eurozone geben.

Es gebe derzeit eine beträchtliche kurzfristige Unsicherheit in der Eurozone, der Weltwirtschaft, den Finanzmärkten und bei den neuen Regeln für Finanzinstitute, sagte Ackermann. Er betonte erneut, dass sich vor allem das klassische Bankgeschäft hervorragend entwickele und die Bank zudem weiter keine Finanzierungsprobleme habe.

Das 10-Milliarden-Ziel wird von vielen Experten als ehrgeizig eingestuft. Die meisten Analysten gehen wegen der schwachen Verfassung der Finanzmärkte derzeit nicht davon aus, dass die Bank ihr Ziel erreichen kann.

Am Aktienmarkt wurden die Aussagen Ackermanns positiv aufgenommen. Das Papier legte am späten Vormittag um rund fünf Prozent zu und befindet sich damit weiter auf Erholungskurs. Am Montag und Dienstag war das Papier um mehr als zehn Prozent auf den tiefsten Stand seit dem Frühjahr 2009 gefallen - als Gründe für die Kursverluste nannten Aktienhändler die zunehmende Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Wirtschaft, eine Reihe von Klagen gegen die Bank und pessimistische Aussagen Ackermanns zu den Finanzmärkten.

Von

rtr

Kommentare (7)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Pendler

08.09.2011, 14:02 Uhr

Anstatt die Notbremse zu ziehen und unsere Steuergelder für UNSER Land und unsere Wirtschaft zu verwenden, transferiert diese Regierung die Steuern in den Süden.

Respekt:
- Finnen
- NL
- Slovaken

Sie wissen, wann es genug ist


-------------------------------------

OECD-Konjunkturprognose Deutschland wird zum Schlusslicht

Düstere Aussichten für das Schlussquartal: Die OECD rechnet für Deutschland mit einem Einbruch der Wirtschaftsleistung. Die exportabhängige Wirtschaft bekommt die Eintrübung damit stärker zu spüren als Frankreich und die USA.

cashca

08.09.2011, 14:10 Uhr

Deutsche Bank
Ackermann stellt Gewinnprognose in Frage
------
Na und, dann hat er halt weniger, deshalb geht die Welt nicht unter.
Er wird das Feld schon beackern, verkauft einfach seine faulen Papiere und Anlagen, oder dreht sie den Kunden an, soviel wie er braucht um sein Soll zu erfüllen.
Auf einen Betrug mehr oder weniger kommt es doch nicht an.
Und- wie wir wissen- aus den letzten Jahren- gutgläubige Kunden gibt es genug.
Hat er doch früher - schon 2006 -auch den Ramsch verramscht, die KfW war sehr dankbar um diese milde Gabe.
Alles eine Sache der Beschreibung, der Definition.

contrarian

08.09.2011, 14:32 Uhr

@Pendler:"stärker zu spüren als Frankreich und die USA."

War ja klar, die Binnennachfrage in D schwächelt traditionell durch Steuererhöhungen, Kalte Progression und die überalterte lendenlahme deutsche Bevölkerung.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×