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24.06.2016

18:32 Uhr

Deutsche Bank

Bafin verhängte Rekordbußgeld wegen CO2-Zertifikaten

Sechs Ex-Mitarbeiter der Deutschen Bank wurden wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Sie verursachten bei Scheingeschäften mit CO2-Zertifikaten Schäden in Millionenhöhe. Jetzt muss auch das Geldhaus Strafe zahlen.

Die Bank hätte bei Geschäften mit CO2-Handelsfirmen laut Bericht „in etlichen Fällen“ eigentlich Meldung wegen des Verdachts auf Geldwäsche machen müssen. dpa

Deutsche Bank in Frankfurt

Die Bank hätte bei Geschäften mit CO2-Handelsfirmen laut Bericht „in etlichen Fällen“ eigentlich Meldung wegen des Verdachts auf Geldwäsche machen müssen.

BerlinWegen gravierender Mängel in der Geldwäscheprävention hat die Finanzaufsichtsbehörde Bafin laut „Spiegel“ im vergangenen Jahr ein Rekordbußgeld von fast 40 Millionen Euro gegen die Deutsche Bank verhängt. Grund sei die Rolle des Unternehmens bei dubiosen Scheingeschäften mit CO2-Zertifikaten gewesen, berichtete das Nachrichtenmagazin am Freitag vorab. Mitarbeiter hätten dabei geholfen, hunderte Millionen Euro Umsatzsteuer zu hinterziehen.

Deutsche Bank und Bafin wollten den Bericht nicht kommentieren. Aus Finanzkreisen hieß es, das Verfahren sei bereits im Februar beigelegt worden.

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Die Bank hätte bei Geschäften mit CO2-Handelsfirmen laut Bericht „in etlichen Fällen“ eigentlich Meldung wegen des Verdachts auf Geldwäsche machen müssen. Dies sei aber gar nicht oder erst zu spät geschehen. Bei einer Sonderprüfung habe die Bafin dann weitere Regelverstöße durch die Bank festgestellt.

Vor kurzem hatte das Landgericht Frankfurt am Main sechs frühere Mitarbeiter der Deutschen Bank wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe verurteilt. Sie verursachten laut Wirtschaftsstrafkammer bei Scheingeschäften mit CO2-Verschmutzungsrechten einen Schaden von mindestens 145 Millionen Euro.

Von

afp

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