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19.12.2011

10:29 Uhr

Deutsche Bank

Breuer-Prozess wird eingestellt

Das hätte schlimmer kommen können für Rolf Breuer: Der Strafprozess gegen den Ex-Deutsche-Bank-Chef vor dem Landgericht München wird eingestellt.

Der ehemalige Vorstandschef der Deutschen Bank, Rolf Breuer. dapd

Der ehemalige Vorstandschef der Deutschen Bank, Rolf Breuer.

MünchenDer Strafprozess gegen den ehemaligen Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer wird gegen Auflagen eingestellt. Dies teilten Staatsanwaltschaft und Verteidigung am Montag vor dem Landgericht München I mit. Details wurden zunächst nicht genannt.

Richter Anton Winkler hatte die Einstellung am vergangenen Mittwoch angeregt. Er reagierte damit auf eine Reihe von Zeugenaussagen, die zumindest Zweifel an der Auffassung der Staatsanwaltschaft schürten, Breuer habe in einem Zivilprozess gelogen.

Konkret geht es um eines der vielen Zivilverfahren, die der im Sommer verstorbene Medienunternehmer Leo Kirch nach der Pleite seines Konzerns gegen Breuer und die Deutsche Bank anstrengte. Breuer hatte damals ausgesagt, er habe Informationen über Kirchs finanzielle Lage lediglich den Medien entnommen.

Das hält die Staatsanwaltschaft für unwahr. Ein Strafprozess kann mit Zustimmung aller Beteiligten gegen Auflagen eingestellt werden. Dies ist im Paragrafen 153a der Strafprozessordnung geregelt. Der Angeklagte gilt dann als unschuldig.

Von

rtr

Kommentare (7)

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Birgit

19.12.2011, 11:07 Uhr

Nach den Bankern und Politikern am wenigsten glaubwürdig sind schon lange die miserablen Gerichte. Und eine der schlimmsten Spezies sind natürlich Anwälte - das ist meine ganz persönliche, freie Meinung!

Fred_Kirchheimer

19.12.2011, 11:11 Uhr

Hallo, aufwachen Handelsblatt-Redaktion!

Qualitätskontrolle findet wohl nicht mehr statt? Oder hat der diensthabende Assi des 2-Wochen-Praktikanten die Buchstabenaneinanderreihung von Reuters durchgewunken weil ihm eh alles egal ist?

Aufgefallen ist ihm nicht, daß in der Sub-Headline zwar groß getönt wird "Die Auflagen haben es aber durchaus in sich".

Im Artikel steht dann: "Details wurden zunächst nicht genannt"

Qualität sieht anders aus. So etwas ist nur an den Mann zu bringen, wenn man noch Geld mit beigibt.

350000er-Ablasszahlung

19.12.2011, 11:52 Uhr

Breuer zahlt für den "Unschuldsstatus" 350.000 Euro. Für Ackermann war es noch ein Millionenbetrag, den dieser in seinem Untreueverfahren aufwenden musste, um "unschuldig" davon zu kommen . Offen ist, ob Breuer ebenfalls dazu verpflichtet wurde, fortan im Kanzleramt runde Geburtstag zu feiern ...

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