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02.08.2014

11:48 Uhr

Deutsche Bank

Breuer soll für Kirch-Kosten geradestehen

Die Deutschen Bank will die Millionenkosten aus dem Rechtsstreit mit den Kirch-Erben mit Geld von ihrem Ex-Chef Rolf Breuer begleichen. Es soll geprüft werden, inwiefern seine Haftpflichtversicherung einspringt.

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Rolf Breue 2012 im Verhandlungssaal im Oberlandesgericht in München. Breuer hatte 2002 in einem Interview die Kreditwürdigkeit des Medienkonzerns angezweifelt. dpa

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Rolf Breue 2012 im Verhandlungssaal im Oberlandesgericht in München. Breuer hatte 2002 in einem Interview die Kreditwürdigkeit des Medienkonzerns angezweifelt.

FrankfurtDie Deutsche Bank will einem Bericht zufolge ihren früheren Chef Rolf Breuer für Millionen-Kosten aus einem Rechtsstreit mit Erben des Medienunternehmers Leo Kirch in Regress nehmen. Wie die Zeitung „Die Welt“ (Samstag) schreibt, habe das Gremium dies in dieser Woche „formal beschlossen“. Ein Sprecher des Instituts äußerte sich am Samstag nicht zu dem Bericht. Entscheidungen des Aufsichtsrats würden grundsätzlich nicht kommentiert, sagte er der dpa.

Das Handelsblatt hatte bereits am Montag über entsprechende Pläne des Frankfurter Instituts berichtet. Normalerweise müsste die Bank ihre Regressansprüche gegenüber Breuer geltend machen, der dann wiederum auf seine D&O-Versicherung zurückgreifen würde. Wenn Breuer seinen Rechtsanspruch gegenüber den Versicherern an die Deutsche Bank abtritt, dann könnte das Institut direkt mit dem Versicherungspool verhandeln. „Die Verhandlungsmacht der Bank ist sicherlich größer als die einer Einzelperson“, sagte ein Insider.

Breuer hatte 2002 in einem Interview die Kreditwürdigkeit des Medienkonzerns angezweifelt, kurz darauf meldete die Kirch-Gruppe Insolvenz an. Es folgte ein langer Rechtsstreit, der erst im vergangenen Februar mit einem Vergleich beigelegt wurde. Die Bank muss 925 Millionen Euro zahlen.

Wie viel Geld von Breuer zurückgeholt werden könne, solle nach dem Willen des Aufsichtsrats geprüft werden, schreibt die Zeitung weiter. Außerdem müsse geklärt werden, in welchem Umfang Breuers Manager-Haftpflichtversicherung einspringe.

Normalerweise müsste die Bank ihre Regressansprüche gegenüber Breuer geltend machen, der dann wiederum auf seine D&O-Versicherung zurückgreifen würde. Wenn Breuer seinen Rechtsanspruch gegenüber den Versicherern an die Deutsche Bank abtritt, dann könnte das Institut direkt mit dem Versicherungspool verhandeln. „Die Verhandlungsmacht der Bank ist sicherlich größer als die einer Einzelperson“, sagte ein Insider.

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dpa

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