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23.01.2007

10:13 Uhr

Deutsche-Bank-Chef geht 2010

Ackermann facht Debatte über seine Nachfolge an

VonChristian Potthoff

Eigentlich war es nur ein Randaspekt eines großen Interviews, und eigentlich war es noch nicht einmal eine Neuigkeit: Josef Ackermann sagte im „Spiegel“, dass er mit Ablauf seines Vertrags 2010 an der Spitze der Deutschen Bank ausscheidet.

FRANKFURT. Doch obwohl es bis dahin noch mehr als drei Jahr sind, belebte der Schweizer damit die Debatte über seine potenziellen Kronprinzen. Manche Beobachter sprechen sogar vom „Startschuss“ für das Rennen um die Nachfolge.

In Kreisen der Bank wird dies zurückgewiesen. Ackermann, der die Bank seit 2002 führt, habe keineswegs eine Nachfolgedebatte eröffnen wollen. Tatsächlich war schon im vergangenen Jahr, als Ackermanns Vertrag bis 2010 verlängert wurde, für jedermann klar, dass er anschließend aufhören würde. Und noch länger wird spekuliert, wer ihn ersetzen könnte.

Die Herkunft dürfte dabei ein Faktor sein, der nicht unterschätzt werden darf. „Den idealen Nachfolger gibt es nicht: Es wäre ein international renommierter Investmentbanker mit deutschen Pass“, sagt zum Beispiel Wolfgang Gerke, Professor für Bankwesen.

Auch Tim Zühlke von der Personalberatung Smith & Jessen vertritt eine ähnliche Meinung: „Es ist wichtig, dass ein Nachfolger von Anfang an die Verbundenheit mit Deutschland glaubhaft vertritt.“ Demnach hätten einheimische Führungskräfte wie Privatkundenchef Rainer Neske oder Deutschland-Chef Jürgen Fitschen vermeintlich bessere Karten als ein angelsächsischer Investmentbanker.

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