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29.09.2014

06:45 Uhr

Deutsche-Bank-Chef

Gutachten entlastet Fitschen

VonPeter Köhler, Frank Matthias Drost

ExklusivDer Aufsichtsrat der Deutschen Bank wird sich mit der Prozessbetrug-Anklage gegen Co-Chef Fitschen beschäftigen, allerdings nicht im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung. Zudem beruhigt ein Gutachten die Nerven.

Co-Chef Jürgen Fitschen muss keine außerordentliche Sitzung der Bankaufseher fürchten. Reuters

Co-Chef Jürgen Fitschen muss keine außerordentliche Sitzung der Bankaufseher fürchten.

FrankfurtDer Aufsichtsrat der Deutschen Bank wird sich voraussichtlich Ende Oktober mit der Anklageschrift der Münchener Staatsanwaltschaft gegen Co-Vorstandschef Jürgen Fitschen beschäftigen. Wenn das Kontrollgremium anlässlich der Zahlen zum dritten Quartal zusammenkommt, werde auch das Thema Fitschen auf der Tagesordnung stehen, erfuhr das Handelsblatt (Montagausgabe) aus Finanzkreisen. Die Anklage wegen des Verdachts auf Prozessbetrug im Kirch-Verfahren werde dann auf die Agenda kommen, eine Sondersitzung sei bisher nicht anberaumt, hieß es am Wochenende.

In Finanzkreisen geht man davon aus, dass das Kontrollgremium weiter an seiner Linie festhält, Fitschen zu stützen. „Inhaltlich brachte die Anklage wenig Neues, lediglich das harte Wording in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft irritiert“, sagte ein Insider. Letztlich müsse der Aufsichtsrat in den kommenden Monaten aber darauf achten, ob Fitschen zeitlich nicht zu stark belastet wird, so dass er seinen Pflichten nicht mehr nachkommen kann.

Der Aufsichtsrat wird sich laut Finanzkreisen weiter an den beiden Gutachten orientieren, die von Aufsichtsratschef Paul Achleitner in Auftrag gegeben wurden, meinen Beobachter. Damit wollte er unabhängige Meinungen einholen, um einen möglichen Handlungsbedarf im Falle Fitschens abzuklopfen. Weil beide Gutachten zu dem Schluss kommen, dass der Vorwurf des Prozessbetrugs nicht haltbar sei, sah Achleitner bisher auch keinen Grund, Fitschen eine Pflichtverletzung anzukreiden.

Kommentare (3)

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Herr Teito Klein

29.09.2014, 09:48 Uhr

Gefälligkeitsgutachten
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Der Aufsichtsrat wird sich laut Finanzkreisen weiter an den beiden Gutachten orientieren, die von Aufsichtsratschef Paul Achleitner in Auftrag gegeben wurden, meinen Beobachter.

Und dieses sogenannte Gefälligkeitsgutachten ist natürlich zu dem Schluss gekommen, dass der Vorwurf des Prozessbetrugs nicht haltbar sei.
Jedes Gutachten erhält das vom Auftraggeber erwünschte Ergebnis.

Herr Paul Müller

29.09.2014, 10:20 Uhr

"...an den beiden Gutachten orientieren, die von Aufsichtsratschef Paul Achleitner in Auftrag gegeben wurden..."
Och wie niedlich. Kritik am Mitarbeiter ist immer auch Kritik am Chef. Achleitner wird also wenig daran interessiert sein, eine Schuld von Fitschen nachzuweisen. Die Überschrift des Artikels könnte man fast als Manipulationsversuch werten...

Herr Kurt Siegel

29.09.2014, 11:16 Uhr

Wer die Musik bestellt, bestimmt was gespielt wird; das Gutachten ist die Tinte nicht wert !!

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