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25.09.2015

17:34 Uhr

Deutsche Bank

Cryan stellt sich hinter Vermögensverwaltung

Spätestens im Oktober will die Deutsche Bank Details zu ihrer neuen Konzern-Strategie präsentieren. Dabei dürfte die Sparte der Vermögensverwaltung gut wegkommen. Neuer Chef John Cryan lobte zuletzt deren Erfolge.

Bei Deutschlands größtem Geldinstitut stehen Veränderungen an. Neuer Chef John Cryan lobt unterdessen die Erfolge früherer Reformen bei der Vermögensverwaltung. dpa

Deutsche Bank

Bei Deutschlands größtem Geldinstitut stehen Veränderungen an. Neuer Chef John Cryan lobt unterdessen die Erfolge früherer Reformen bei der Vermögensverwaltung.

FrankfurtDer neue Deutsche-Bank-Chef John Cryan hat Finanzkreisen zufolge erstmals der Vermögensverwaltung des Konzerns einen Besuch abgestattet. Bei einem sogenannten „Townhall” in London, das für alle Mitarbeiter weltweit übertragen wurde, habe er die Erfolge der in den vergangenen drei Jahren komplett umgebauten Sparte gelobt, sagten mehrere Insider der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Die Veranstaltung habe knapp eine Stunde gedauert, die meiste Zeit sei für Fragen reserviert gewesen. Cryan habe die Mannschaft der Deutschen Asset and Wealth Management explizit um kritische Fragen gebeten - um sich so schon mal auf einen heißen Herbst vorzubereiten. Das Institut wollte sich zu der Veranstaltung nicht äußern.

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Die Deutsche Bank will spätestens Ende Oktober Details ihrer künftigen Konzernstrategie präsentieren. Cryan führt dabei das zu Ende, was sein Vorgänger Anshu Jain begonnen hat, aber nicht mehr vollenden konnte: Jain hatte nach einer Reihe von Fehlschlägen das Vertrauen großer Investoren verloren, Anfang Juni gab er seinen Rücktritt bekannt. Cryan, bislang im Aufsichtsrat von Deutschlands größtem Geldhaus, steht nun seit 1. Juli an der Konzernspitze. Bis zum kommenden Frühjahr hat er noch Jürgen Fitschen an seiner Seite, danach ist er alleiniger Vorstandschef. Seine wichtigsten Aufgaben: die renditeschwache Deutsche Bank auf Vordermann bringen, Kosten senken und das Verhältnis zu den Aufsehern reparieren.

Grundsatzbeschlüsse stehen seit dem Frühjahr: So soll die Postbank über einen Börsengang wieder abgespalten werden, um die Bilanz zu verkürzen. Auch das restliche Privatkundengeschäft wird gestrafft, die Investmentbank soll nicht mehr so viel kapitalintensives Geschäft betreiben. Finanzkreisen zufolge werden von den weltweit fast 100.000 Mitarbeitern der Deutschen Bank in den nächsten Jahren wohl nur etwa 75.000 übrig bleiben.

Die Vermögensverwaltung dürfte sich dabei die wenigsten Sorgen machen müssen. Durch die Zusammenlegung mehrerer Einzelsparten und eine engere Verzahnung mit dem Investmentbanking sind in dem Bereich in den vergangenen Jahren bereits Hunderte Stellen weggefallen. Der Gewinn geht trotz hoher Umbaukosten stetig nach oben. Spartenchef Michele Faissola, der das Townhall in London zusammen mit Cryan abhielt, will nun vom Sparmodus wieder auf Wachstum umschalten. Zukäufe sind auf absehbare Zeit zwar kein Thema. Die Sparte soll nach früheren Angaben aber rund 800 Millionen Euro bekommen, um neue Talente einzustellen und in die IT zu investieren.

Von

rtr

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