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18.01.2017

19:59 Uhr

Deutsche Bank

Cryan will ohne Kapitalerhöhung über die Runden kommen

Die Deutsche Bank möchte bei ihrer Neuausrichtung am liebsten ohne frisches Kapital auskommen. Dies sagte Deutsche-Bank-Chef John Cryan bei CNBC. Wegen offener Rechtsstreitigkeiten ist dieses Vorhaben jedoch unsicher.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank will auch in diesem Jahr Beteiligungen und Sparten verkaufen. dpa

John Cryan

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank will auch in diesem Jahr Beteiligungen und Sparten verkaufen.

FrankfurtDeutsche-Bank-Chef John Cryan möchte bei der Neuausrichtung des Geldhauses am liebsten ohne frisches Kapital auskommen. Er habe immer betont, dass dies seine klare Präferenz sei, sagte Cryan am Mittwochabend dem Sender CNBC. Völlig ausschließen könne er eine Kapitalerhöhung jedoch nicht, schließlich gebe es wegen der Debatte über neuer Kapitalregeln (Basel IV) und noch offenen Rechtsstreitigkeiten weiter einige Ungewissheiten.

Als Bankvorstand habe er gelernt, „niemals nie zu sagen“, sagte Cryan auf die Frage nach einer Kapitalerhöhung. „Es bleibt abzuwarten, was die Ungewissheiten für uns bringen.“ Dann werde der Vorstand die Kapitalposition bewerten und die bestmögliche Entscheidung für das Institut treffen.

Die Deutsche Bank hatte erst in der Nacht auf Mittwoch eine ihrer größten Altlasten vom Tisch geräumt. Das US-Justizministerium bestätigte offiziell einen 7,2 Milliarden Dollar schweren Vergleich wegen unsauberer Geschäfte auf dem amerikanischen Immobilienmarkt. Weitere potenziell teure Fälle schwelen allerdings noch: der Geldwäsche-Skandal in Russland, mutmaßliche Sanktionsverstöße bei Iran-Geschäften sowie Tricksereien auf dem billionenschweren Devisenmarkt.

Über die Aufräumarbeiten innerhalb der Bank äußerte sich Cryan zufrieden. Das Geldhaus habe die Risiken abseits des Kerngeschäfts 2016 wie angepeilt reduziert und Beteiligungen und Sparten verkauft. Das soll 2017 so weitergehen. „Wir wollen in den nächsten zwölf Monaten einige kleinere Geschäfte zum Verkauf stellen“, kündigte der Brite an. Ziel sei es, die Deutsche Bank einfacher zu machen und sich stärker zu fokussieren.

Von

rtr

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