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10.04.2012

18:34 Uhr

Deutsche Bank

„Das Deutschland-Geschäft geht nicht unter“

VonSven Afhüppe, Robert Landgraf, Peter Köhler

Seit dem Führungswechsel im Vorstand geht bei der Deutschen Bank die Angst vor dem Durchmarsch der Investmentbanker um. Der künftige Co-Chef Fitschen versucht, die Sorgen zu zerstreuen und den Teamgeist zu stärken.

Jürgen Fitschen wird sich den Vorstandsvorsitz mit Anshu Jain teilen. dapd

Jürgen Fitschen wird sich den Vorstandsvorsitz mit Anshu Jain teilen.

Düsseldorf, FrankfurtSeit Anshu Jain und Jürgen Fitschen, die künftige Doppelspitze der Deutschen Bank, vor wenigen Wochen im Hauruck-Verfahren den Vorstand umbauten, befindet sich das größte deutsche Geldhaus im Ausnahmezustand. Vor allem die deutschen Manager fürchten, durch den Aufstieg vieler Investmentbanker an Bedeutung zu verlieren. Auf der „Regional Management Conference“ beschwor Co-Chef Fitschen Ende März den Zusammenhalt in der Deutschen Bank, wie das Handelsblatt aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Das Deutschland-Geschäft werde auch in der neuen Struktur seinen Stellenwert mindestens behalten, soll Fitschen vor den inländischen Führungskräften im Berliner Hotel Adlon gesagt haben. „Fitschen hatte die klare Mission, zu zeigen, dass das Deutschland-Geschäft nicht untergeht in der neuen Struktur“, sagte ein Teilnehmer der Konferenz, an der auch Privatkundenvorstand Rainer Neske teilnahm, dem Handelsblatt.

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Seit dem angekündigten Umbau des Vorstands und des erweiterten Führungszirkels – des sogenannten Group Executive Committee (GEC) – geht in der Bank die Angst um vor „Anshu’s Army“. Gemeint ist damit ein Durchmarsch der angelsächsischen Investment-Banker mit Jain an der Spitze, der nach der Hauptversammlung Ende Mai zusammen mit Fitschen die Nachfolge des scheidenden Vorstandschefs Josef Ackermann antritt. Jains Hausmacht gründet sich auf die Scharen Londoner Experten und Händler für Devisen, Aktien und Rohstoffe und darauf, dass sein Vertrag zwei Jahre länger läuft als der von Fitschen.

Da Jain mit dem künftigen Risikovorstand Stuart Lewis, dem kommenden Europa-Chef Stephan Leithner und dem designierten Strategievorstand Henry Ritchotte enge Vertraute in den Vorstand der Bank geholt hat, geht vor allem bei den inländischen Deutschbankern die Furcht um, sie könnten künftig nur noch eine Nebenrolle in der Konzernstrategie spielen. Auch im künftig 18-köpfigen GEC haben die Gefolgsleute von Jain eine Mehrheit.

Kommentare (5)

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Oelblase

10.04.2012, 19:45 Uhr

"Die Lebensmittelspekulation ist der moderne Finanzwucher"

http://www.youtube.com/watch?v=DNnSnBfRw44


Willkommen Herr Jain! Wucher haben uns gefehlt, aber jetzt sind Sie ja da.

Oelblase

10.04.2012, 20:09 Uhr

Auch die Beseitigung von Regeln sei ein konstruktivistischer Eingriff in das System. Nach Brodbeck verwickelt sich von Hayek an einer zentralen Stelle in einen unauflöslichen Widerspruch: Um beurteilen zu können, welche Regeln für die Bildung einer spontanen Ordnung erforderlich sind, benötige man ein Wissen, über das man von Hayek zufolge gar nicht verfügen könne: Man müsse wissen, welche Regeln die spontane Ordnung benötigt. Doch gerade dies setze die Kenntnis von Einzelheiten dieser Ordnung voraus.


So viel zur Deregulierung der Märkte. Auch die Deregulierung ist ein konstruktivistischer Eingriff in das System - aber welcher Politiker würde auf so einen Gedanken kommen. Wenn man sich nur anhört was der Clement erzählt ....


Trotzdem wird Anshu Jain Glück haben. Denn wegen der FIAT-Money Blase wird es zuerst eine Mega-Rally geben.

Nur wenn Anshu Jain eine zweite Amtszeit antritt, wird die Deutsche Bank unter ihm in die Insolvenz gehen.

schlingel

10.04.2012, 21:15 Uhr

Die Kenntnis der Regeln der spontanen Ordnung ist ein Prozess oder auch eine Evolution! Und dieser Prozess lebt vom trial and error. Wer sagt, es gebe die ultimative Ordnung?

Freiheit bedeutet für mich, dass mich niemand in eine zentral vorgegebene Ordnung zwingt! Mit dem Fiat-System passiert genau das. Sie geben vor das Fiat-System verstanden zu haben? Ich frage mich wie, wenn Sie Hayek in einer solch zentralen Position in Frage stellen.

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