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31.07.2012

15:53 Uhr

Deutsche Bank

Das Spitzen-Duo greift zu radikalen Maßnahmen

Aufbruchsstimmung sieht anders aus: Seit dem Antritt von Anshu Jain und Jürgen Fitschen fällt die Deutsche Bank eher mit Negativschlagzeilen auf. Nun streicht das Duo 2000 Arbeitsplätze - vor allem im Investment-Banking.

Die Deutsche Bank streicht knapp 2000 Stellen. dpa

Die Deutsche Bank streicht knapp 2000 Stellen.

FrankfurtDie Deutsche Bank stemmt sich mit einem milliardenschweren Sparprogramm gegen die Schuldenkrise und setzt 2000 Leute vor die Tür. Davon entfallen 1500 auf das Investmentbanking, das im zweiten Quartal einen herben Gewinneinbruch erlitten hat, wie Deutschlands größtes Geldhaus am Dienstag mitteilte. Die meisten Stellen fallen im Ausland weg, denn die hochbezahlten Investmentbanker sitzen vor allem in New York und London. Die Deutsche Bank beschäftigt derzeit 100.682 Vollzeitkräfte weltweit.

Die beiden neuen Vorstandschefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen streichen damit radikaler Jobs als zuletzt erwartet. „Einfach gesagt: Unsere Kostenbasis ist zu hoch“, erklärte Jain in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Er will im Konzern insgesamt rund drei Milliarden Euro einsparen, allein von den Personalmaßnahmen erhoffen sie sich 350 Millionen Euro. Doch kurzfristig kostet das erst einmal Geld.

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Das neue Führungsduo will dringend gegensteuern, denn eine Erholung der Geschäfte ist so schnell nicht in Sicht, die Erträge brechen weg. „Wachstum ist ein Muss“, sagte Jain. „Der Gegenwind darf keine Entschuldigung sein.“

Mit dem Jobabbau schließt sich die Deutsche Bank dem internationalen Trend an. Weltweit streichen Großbanken Zehntausende Stellen vor allem im Investment-Banking. Seit der Finanzkrise sprudeln dort die Gewinne nicht mehr wie einst. Das hängt mit verschärften regulatorischen Anforderungen zusammen, aber auch mit heftigen Schwankungen an den Märkten und der anhaltenden Euro-Schuldenkrise.

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„Die Deutsche Bank bekennt sich dazu, beim Kulturwandel in der Finanzindustrie in der vordersten Reihe zu stehen“, erklärte der Konzern. Ziel sei es, „einen kulturellen Wandel voranzubringen“. Dazu wolle die Bank auch ihre Vergütungsgrundsätze überprüfen - sowohl was die absolute Höhe der Bezüge angehe wie auch mit Blick auf die Ausgewogenheit von Bezügen für Mitarbeiter und Ausschüttungen an Aktionäre.

Die Deutsche Bank müsse effizienter werden. Das gilt vor allem für das Kapitalmarktgeschäft, wo seit mehreren Quartalen in Folge Flaute herrscht. Weder der Handel noch das Beratungsgeschäft bei Fusionen, Übernahmen und Börsengängen läuft rund. Die großen US-Rivalen, aber auch die Schweizer Großbanken haben deshalb schon längst den Rotstift angesetzt.

Kommentare (10)

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Account gelöscht!

31.07.2012, 15:15 Uhr

Jain? sorry...als ich gehört hab dass dieser Schmierkomödiant in eine deutsche Bank drängt, war mir klar dass es wohl besser ist alles von denen so schnell es geht wegzukloppen. Der Typ wird den Laden dahin befördert wo eh eh schon längst hingehört...auf den Müll.

Claus

31.07.2012, 15:56 Uhr

Von den Bankern könnte man 200000 entlassen, dieses Volk hat nur Unheil über uns gebracht- keine Knade

bjarki

31.07.2012, 16:04 Uhr

Bankster werden entlassen ? Juppies und Investmentbankster. Mir kommen bittere Tränen.

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