Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.02.2012

11:27 Uhr

Deutsche Bank

Der König und seine Erben

VonChristian Panster

Mit der Bilanzpressekonferenz beginnt der Stabwechsel bei der Deutschen Bank. Die Aufmerksamkeit gilt dem gemeinsamen Bild, das Josef Ackermann und seine designierten Nachfolger Jürgen Fitschen und Anshu Jain abgeben.

Josef Ackermann (r.) und Anshu Jain, der ihm als Teil der Doppelspitze nachfolgen soll. dpa

Josef Ackermann (r.) und Anshu Jain, der ihm als Teil der Doppelspitze nachfolgen soll.

FrankfurtWie an einer Perlenschnur aufgereiht betreten die Vorstände der Deutschen Bank den altehrwürdigen Hermann-Josef-Abs-Saal. Einer nach dem anderen. Ganz vorn geht Finanzchef  Stefan Krause, danach  Josef Ackermann, der Konzernchef. Es ist seine zehnte – und gleichzeitig letzte Bilanzpressekonferenz bei der größten deutschen Bank. Noch ein großer Auftritt  vor dem immer näher rückenden Abschied im Mai. Dutzende Fotoapparate klicken. Fernsehkameras werden geschwenkt. Ackermann lächelt. Doch sein Lächeln fangen nicht alle Kameras ein. Ackermann ist an diesem Tage nicht der einzige Star.

Viele Objektive sind auf Anshu Jain und Jürgen Fitschen gerichtet, Ackermanns Nachfolger. Die Stars von morgen. Fitschen betritt als fünfter den Saal, Jain folgt direkt dahinter. Das Klicken der Kameras wird lauter. Bevor es losgeht, bevor Ackermann ein letztes Mal die Bilanz präsentiert noch ein Gruppenbild. Ackermann steht in der Mitte. Er lächelt. Fitschen und Jain positionieren sich in gebührendem Abstand. Als wollten sie bedeuten, dieses eine Mal noch gehöre die Bühne dem Schweizer. Erst beim nächsten Mal sind wir dran.

Geschäftszahlen: Jains Sparte beschert Deutscher Bank Verlust

Geschäftszahlen

Jains Sparte beschert Deutscher Bank Verlust

Das letzte Geschäftsjahr unter Ackermanns Führung endet enttäuschend für Deutsche Bank.

Noch bevor das erste Bild geschossen wird, schiebt Hugo Bänziger, Risikochef bei der Deutschen Bank, seinen Vorstandskollegen Jain Richtung Bíldmitte, direkt neben den Chef, neben Josef Ackermann. Jain lächelt, es scheint ihm etwas unangenehm. Und doch wehrt er sich nicht. Die Kameras klicken. Gruppenbild mit Jain.

Ackermann redet über die Zahlen des vergangenen Jahres. Das große Ziel, seinen Nachfolgern einen Vorsteuergewinn von zehn Milliarden zu hinterlassen, hat er verfehlt; 5,4 Milliarden Euro sind es tatsächlich geworden.

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Pendler

02.02.2012, 11:34 Uhr

Immerhin muss man der Deutschen Bank es hoch anrechnen, dass man derzeit den Hauptsitz nicht nach London verlegt haben. Aber man sieht, die neuen Chefs kommen und sie gehen aber unter dem Strich ist die Deutsche Bank das Aushängeschild einer deutschen Privatbank.

Warum ist die Deutsche Bank eigentlich nicht beim Besuch von Frau Merkel in China dabei?

Account gelöscht!

02.02.2012, 12:54 Uhr

Die Deutsche Bank heißt ja nur noch so. Aber sie ist de facto keine deutsche Bank mehr. Die Aktienmehrheit liegt in ausländ. Hand. Daher nun auch ein Ausländer als Vorstandsvorsitzender
Ackermann hat ganze Arbeit geleistet
Die Deutsche Bank sollte diesen Namen endlich ablegen und sich umbenennen, damit die Fakten auch nach außen für jedermann klar sind
Der neue Vorstandvorstitzende, ein Inder, spriocht übrigens kein Deutsch, wie will der denn hier agieren?
Übrigens, derartige Posten erhalten Deutsche im Ausland nicht. Bis an die Spitze kommt man nicht als Deutscher im Ausland. Und schon gar nciht in asiatischen Ländern

KKBmbH

02.02.2012, 13:25 Uhr

@margrit117888: "Daher nun auch ein Ausländer als
Vorstandsvorsitzender" Warum nun? Ist Joe Deutscher?


Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×