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27.07.2017

16:09 Uhr

Deutsche Bank

Ex-Vorstände verzichten auf fast 40 Millionen

Die Deutsche Bank hat sich im Boni-Streit mit zehn Ex-Vorständen und einem amtierenden Vorstand geeinigt. Der freiwillige Verzicht bezieht sich auf einen großen Teil der noch nicht ausgezahlten Vergütung.

Das Geldhaus hat sich mit ehemaligen Vorständen im Boni-Streit geeinigt. AP

Deutsche Bank

Das Geldhaus hat sich mit ehemaligen Vorständen im Boni-Streit geeinigt.

FrankfurtIm Bonusstreit mit ihrem früheren Arbeitgeber verzichten zehn ehemalige Vorstände und ein amtierender Vorstand der Deutschen Bank auf Zahlungen von zusammen 38,4 Millionen Euro. Das teilte das größte deutsche Geldhaus am Donnerstag in Frankfurt mit. Das Handelsblatt hatte als erstes über die mögliche Einigung im Bonusstreit berichtet. Der freiwillige Verzicht bezieht sich auf einen großen Teil der noch nicht ausgezahlten Vergütung.

Das Frankfurter Institut bittet zehn frühere Top-Manager, darunter die ehemaligen Chefs Josef Ackermann, Anshu Jain und Jürgen Fitschen, wegen milliardenschwerer Skandale, die sie mit zu verantworten hätten, zur Kasse. Der Streit drehte sich sowohl um bereits ausgezahlte als auch um zunächst einbehaltene Boni. Finanzkreisen zufolge sind auch der frühere Chefjurist Stephan Leithner, Ex-Finanzvorstand Stefan Krause, der frühere Risikochef Hugo Bänziger, Ex-Privatkundenchef Rainer Neske und das ehemalige Vorstandsmitglied Henry Ritchotte Teil der Gruppe, mit der die Bank nun eine Einigung erzielt hat. Ebenso zählt der aktuelle Risikovorstand Stuart Lewis dazu.

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Im Streit um einbehaltene Boni steht die Deutsche Bank vor einer Einigung mit zehn ehemaligen Vorständen und einem amtierenden. Der Aufsichtsrat soll an diesem Donnerstag über einen Lösungsvorschlag beraten.

Die Deutsche Bank war in den vergangenen Jahren in zahlreiche Skandale verstrickt, die die mühsam erwirtschafteten Gewinne immer wieder auffraßen. Das kostete bei Kunden und Anlegern viel Vertrauen. Allein seit 2012 zahlte Deutschlands größtes Geldhaus fast 15 Milliarden Euro für die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten. Die größten Fälle sind inzwischen abgearbeitet. Aufsichtsratschef Paul Achleitner hatte bereits auf der Hauptversammlung im Mai gesagt, dass eine Einigung im Bonus-Streit bevorsteht. Die Verhandlungen hatten sich dann allerdings noch etwas hingezogen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Stefan Mahrdt

28.07.2017, 10:54 Uhr

Rechtzeitig vor ihrem 150-jährigen Firmenjubiläum in 2020 beendigt die Deutsche Bank jetzt ihre dann 30-jährige Odyssee in das ihr fremde anglo-amerikanische Bankensystem. Fokussiert. Kraftvoll. Was 1989 mit der Übernahme von Morgan Grenfell begann und dann in 1995 mit der Reverse-Übernahme von Bankers Trust fortgesetzt wurde, kommt jetzt zu einem für Gesellschaft, Kunden, MitarbeiterInnen und Aktionäre schmerzvollen, aber glücklichen Ende. Forza Deutsche Bank

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