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28.01.2016

08:37 Uhr

Deutsche Bank

EZB verlangt Sicherheitspuffer

Eine Mindestkernkapitalquote von 10,75 Prozent: Das fordert die EZB aktuell von der Deutschen Bank. Doch nicht nur diese Vorschrift soll auf die Deutsche Bank zukommen.

Die Deutsche Bank sieht rot? Die Jahreszahlen für 2015 sorgen für Unruhe in dem Geldinstitut. dpa

Jahreszahlen

Die Deutsche Bank sieht rot? Die Jahreszahlen für 2015 sorgen für Unruhe in dem Geldinstitut.

FrankfurtDie EZB-Bankenaufsicht verlangt von der Deutschen Bank dickere Sicherheitspuffer. Das Geldhaus müsse in diesem Jahr nach den aktuell geltenden Basel-III-Übergangsregeln eine Mindestkernkapitalquote von 10,75 Prozent erreichen, teilte Deutschlands größtes Geldhaus am Donnerstag mit. Anfang des Jahres lag die Bank mit 12,52 Prozent deutlich darüber.

Wenn man den bereits vereinbarten Verkauf der Beteiligung an der chinesischen Hua Xia Bank mit einrechne, liege die Quote sogar bei 12,9 Prozent, erklärten die Frankfurter. Im ersten Quartal 2016 sei mit einem Rückgang der Kapitalquote zu rechnen. Danach werde sie kontinuierlich steigen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im vergangenen Jahr alle Großbanken der Euro-Zone durchleuchtet. Nach dem sogenannten „Supervisory Review and Evaluation Process“ (SREP) verpasste sie den Geldhäusern individuelle Mindestkernkapitalquoten. Bei der Deutschen Bank stieg diese Quote von zehn auf 10,25 Prozent. Hinzu kommt im laufenden Jahr noch ein Aufschlag von 0,5 Prozentpunkten für global systemrelevante Banken. Die Deutsche Bank zählt zu den wenigen Geldhäusern, die ihre SREP-Quote veröffentlichen.

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Das Jahr 2015 lief für die Deutsche Bank miserabel. Sogar 6,8 Milliarden Euro Verlust machte das größte deutsche Geldhaus – und eine Schwäche im Kerngeschäft bereitet besondere Kopfschmerzen. Die Aktie startet im Minus.

Die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) bei voller Umsetzung der strengen Basel-III-Regeln sank zum Jahresende leicht auf 3,5 Prozent, womit das Institut schlechter da steht als die meisten Konkurrenten. Die Quote beschreibt das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme. Die Regulierer haben angekündigt, dass für die meisten Institute eine Leverage Ratio von drei Prozent ausreichend ist. Für die Deutsche Bank und andere global systemrelevante Institute soll es jedoch „zusätzliche Anforderungen“ geben. Wie hoch diese ausfallen, hat der Basler Ausschusses für Bankenaufsicht noch nicht festgelegt.

Von

rtr

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